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Fragen zu Ticketprüfungen

Was muss ich tun, wenn ich bei einer Ticketprüfung meinen Verbundpass nicht dabei hatte?

 

Wer in eine Ticketprüfung geraten ist und vergessen hat, seinen Verbundpass plus zugehörige Wertmarke mitzuführen, kann innerhalb einer Woche bei einem Reisezentrum der Deutschen Bahn AG, einem Kundenzentrum der Stuttgarter Straßenbahnen AG oder einer betriebseigenen Verkaufsstelle eines VVS-Unternehmens sein zum Zeitpunkt der Ticketprüfung gültiges persönliches Jahres-, Monats- oder WochenTicket bzw. StudiTicket nachträglich vorlegen. Das erhöhte Beförderungsentgelt von 60,00 Euro ermäßigt sich dabei auf 7,00 Euro. Dabei ist es nicht erforderlich, dass dies genau bei dem Unternehmen geschieht, in dessen Fahrzeug man geprüft wurde, denn die Stelle, welcher der Verbundpass nachträglich vorgelegt wurde, informiert dann das betroffene Unternehmen. Zur Vorlage bitte Verbundpass, Wertmarke und Beanstandungsbeleg mitbringen. Diese Regelung gilt nicht für das JahresTicketPlus (Jedermann, 9-Uhr-Umwelt, FirmenTicket), da dieses übertragbar ist und zeitgleich von einer anderen Person genutzt werden könnte.

Wie kann ich Missverständnisse bei einer Ticketprüfung vermeiden?

 

Irren ist menschlich, kann aber ärgerliche Folgen haben. Das gilt insbesondere dann, wenn Irrtümer beim Verbundfahren vorkommen und das Prüfpersonal in den Bahnen und Bussen solche Fahrpreis-Irrtümer feststellt und dann ein erhöhtes Beförderungsentgelt verlangt.


Der VVS bittet in diesem Zusammenhang um Verständnis dafür, dass die Prüfer nicht in jedem Einzelfall in wenigen Augenblicken entscheiden können, ob ein Fahrgast absichtlich nicht bezahlt hat, sich geirrt oder sein Ticket vergessen hat. Der VVS rät allen Fahrgästen, die sich ungerecht behandelt fühlen oder die glauben, dass eine nachträgliche Überprüfung in ihrem besonderen Fall eine andere Beurteilung zulässt, sich an das Verkehrsunternehmen zu wenden, in dessen Verkehrsmittel sie beanstandet wurden. Die Einspruchstellen sind auf der Rückseite der von den Prüfern überreichten Zahlungsaufforderungen abgedruckt.


Damit aber erst gar kein Ärger aufkommen kann, empfiehlt der VVS seinen Fahrgästen folgende Tipps zu beachten. Es handelt sich dabei um Fälle, die in der Praxis immer wieder auftauchen und die mit geringem Aufwand vermeidbar sind:

Verbundpass vergessen

Das kann passieren: Man entdeckt, dass man seinen Verbundpass zuhause vergessen hat, und dies ausgerechnet bei einer Ticketprüfung. Deshalb sollten Sie sich vor jeder Fahrt davon überzeugen, dass Sie Ihren gültigen Verbundpass bei sich haben. Wer den zum Zeitpunkt der Ticketprüfung gültigen Verbundpass innerhalb einer Woche bei dem Verkehrsunternehmen, in dessen Verkehrsmittel er beanstandet wurde, vorlegt, der braucht als Bearbeitungsgebühr lediglich 7 Euro bezahlen. Der gültige Verbundpass kann bei allen betriebseigenen Verkaufsstellen der Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet vorgelegt werden.

Verbundpass-Nummer auf der Wertmarke eintragen

Bitte immer darauf achten, dass in den Wochen-, Monats- und Jahreswertmarken die Nummer des dazugehörigen Verbundpasses eingetragen ist. Das Prüfpersonal legt aus folgendem Grund großen Wert auf diese Eintragung: Wird die Verbundpassnummer nicht eingetragen, könnten die Wertmarke widerrechtlich in verschiedenen Verbundpässen benutzt werden.

Automat defekt

Seit der Umrüstung auf die neue Automatengeneration bei der DB im Frühjahr 2006 konnte die Anzahl defekter Automaten im VVS spürbar gesenkt werden. Den VVS erreichen so gut wie keine Beschwerden, die das Thema Beanstandungen im Zusammenhang mit defekten Automaten beinhalten. Unregelmäßigkeiten an Automaten der DB und SSB werden online an einer zentrale Stelle angezeigt. Somit lassen sich die Reaktionszeiten zur Reparatur defekter Automaten deutlich verbessern. Nicht funktionsfähige Automaten sind dennoch nicht gänzlich auszuschließen. Fahrgästen dürfen durch defekte Automaten natürlich keine Nachteile entstehen. Alle größeren Haltestellen sind mit mehr als einem Automaten ausgestattet. In diesen Fällen halten wir es für tragbar, dass die Fahrgäste den nächsten in zumutbarer Nähe stehenden Automaten aufsuchen, um dort ihr Ticket zu lösen. Ist nur ein Automat vorhanden und ist dieser gestört, kann der Fahrgast ohne Ticket einsteigen. Wird bei einer Fahrausweisprüfung eine Automatenstörung angegeben, haben sich die im VVS kooperierenden Verkehrsunternehmen auf folgende einheitliche Vorgehensweise verständigt: Ist die Automatenstörung bekannt, wird im Fahrzeug der reguläre Fahrpreis erhoben. Liegt dem Prüfpersonal keine Störungsmeldung vor, wird ebenfalls der tarifgemäße Fahrpreis erhoben, zudem sind die Prüfer angewiesen eine Zahlungsaufforderung über den Unterschiedsbetrag zwischen dem Fahrpreis und dem erhöhten Beförderungsentgelt in Höhe von 60 € zu erstellen, sowie die Personalien des Fahrgastes zu vermerken. Wird die Zahlungsaufforderung gegenstandslos, erfolgt die Löschung der Daten aus der Beschwerdedatenbank. Erweist sich die Behauptung des Fahrgastes als nicht richtig, wird die Differenz zum erhöhten Beförderungsentgelt in Höhe von 40 € nacherhoben.

Zeitliche Gültigkeit von Zeittickets

Wochen-, Monats-, Halbjahres- und JahresTickets gelten am letzten Gültigkeitstag immer bis Betriebsschluss (5 Uhr am Folgetag).

1. Klasse nur mit Zuschlag

Die 1. Klasse-Abteile in den S-Bahnen, den Nahverkehrs- und Regionalzügen der deutschen Bahn dürfen auch bei starkem Fahrgastandrang nur mit einem zusätzlichen Ticket (Kinderfahrpreis), bzw. einer Zusatzwertmarke benutzt werden. Dies gilt sowohl für Sitz- als auch für Stehplätze. Die 1. Klasse-Abteile sind von außen an dem gelben Längsstreifen an der Wagenwand oberhalb der Tür und von innen an den Beschilderungen deutlich zu erkennen.

Wie weit darf ich fahren?

Aus Unkenntnis, oder weil einfach nicht aufgepasst wird, kommt es immer wieder vor, dass Fahrgäste bei ihrer Fahrt den örtlichen Geltungsbereich ihres Tickets überschreiten. Aber auch Verbundpass-Inhaber fahren bisweilen über den Geltungsbereich ihres Passes hinaus. Dabei ist es ganz einfach: Im Verbundpass sind die Tarifzonen eingetragen, in denen dieses Ticket gültig ist. Über die Tarifzoneneinteilung informieren nicht nur handliche Prospekte und die Website des VVS. An allen größeren Haltestellen sind außerdem große Tarifzonenpläne ausgehängt. Wer seine Tickets an den Fahrausweisautomaten kauft, erhält jeweils das für die Fahrt zu seinem ausgewählten Ziel gültige Ticket. Wer über den räumlichen Geltungsbereich seines Verbundpasses hinaus fahren möchte, kann sich vor Antritt der Fahrt am Automaten oder beim Busfahrer ein Anschlussticket (Einzelfahrschein oder Mehrfahrtenkarte) für die restlichen noch zu befahrenden Tarifzonen kaufen.