VVS steuert auf neuen Fahrgastrekord zu

Bilanz nach neun Monaten: knapp sechs Millionen Fahrten mehr mit Bus und Bahn – Wachstumsmotor FirmenTicket

Der Erfolg für den VVS hat sich auch im dritten Quartal des Jahres fortgesetzt. Im Zeitraum von Januar bis September sind die Fahrgastzahlen von 263,5 Millionen auf knapp 269,3 Millionen und damit um 2,2 Prozent gestiegen. Das sind knapp sechs Millionen zusätzliche Fahrten, die in den ersten neun Monaten mit dem VVS unternommen wurden. „Wir gehen davon aus, dass die Kunden auch im letzten Quartal vermehrt Bahnen und Busse nutzen, sodass der VVS dank des finanziellen Engagements vieler Arbeitgeber in der Region Stuttgart auch in diesem Jahr wieder auf einen neuen Fahrgastrekord zusteuert“, führt VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger aus.

Vor allem die Zahl der Stammkunden nimmt stetig zu. Das VVS-Abo nutzen inzwischen über 166.000 Fahrgäste, das sind rund 27.000 mehr als vor einem Jahr (19,6 Prozent). Mit Schülern, Studenten und JahresTickets ohne Vertragsbindung sind es nun bereits rund 350.000 Stammkunden, die ein VVS-Ticket haben, das länger als einen Monat gilt.

FirmenTicket-Verkäufe höher als erwartet

Vor allem der Berufsverkehr hat sich von Januar bis September 2016 sehr gut entwickelt. Die Zahl der Fahrten im gesamten Berufsverkehr (dazu zählen alle Zeittickets für Erwachsene) ist um 5,5 Prozent gestiegen. Ein hohes Wachstum konnte beim FirmenTicket verzeichnet werden. Mehr als 450 Unternehmen unterstützen bereits die umweltfreundliche Anreise ihrer Mitarbeiter mit einem Zuschuss zum FirmenTicket. Mitarbeiter, die von ihren Firmen einen Zuschuss bekommen, erhalten einen Rabatt von zehn Prozent auf das JahresTicket. Auch kleinere Unternehmen können sich beispielsweise durch eine Bündelung von Bestellungen am FirmenTicket beteiligen. Der VVS ist zum Jahresbeginn mit rund 64.000 FirmenTickets gestartet und hat vor wenigen Tagen die Grenze von 70.000 überschritten.

Zum Wachstum des FirmenTickets hat vor allem auch die gute Konjunktur mit der hohen Beschäftigung beigetragen. Mit dem Land Baden-Württemberg ist ein wichtiger Arbeitgeber hinzugekommen, der das FirmenTicket seiner Mitarbeiter mit 20 Euro im Monat unterstützt („JobTicket BW“). Damit konnte die Zahl der FirmenTickets unter den Landesbeschäftigten über 40 Prozent gesteigert werden – ein zu Jahresbeginn nicht erwarteter Wert. „Beim FirmenTicket sind wir auch fürs kommende Jahr optimistisch“, meint VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Er verweist auf die Vertragsabschlüsse mit den Automobilkonzernen Porsche und Daimler, die seit September 2016 beziehungsweise ab Januar 2017 ihren Mitarbeitern einen Zuschuss zum FirmenTicket gewähren. „Dass die Automobilindustrie mitmacht, ist ein starkes Signal.“

Das SeniorenTicket kommt an

Weiterhin positiv bleibt die Entwicklung bei den Senioren. Im Zeitraum von Januar bis September verzeichnet der VVS ein Plus von 2,8 Prozent. Die Zahl der Abonnenten ist von rund 22.900 Ende letzten Jahres auf 25.500 im September gestiegen. Dazu kommen noch rund 8.000 Kunden, die sich ihr netzweit gültiges SeniorenTicket in einer Verkaufsstelle besorgen. „Dass die Nachfrage beim SeniorenTicket nicht nachlässt, liegt am unschlagbar günstigen Angebot“, begründet Hachenberger. „Für nur 44 Euro im Monat im gesamten Verbundgebiet herumfahren, das ist für viele Senioren ein überzeugendes Argument“, so der Geschäftsführer. Wenn man das MonatsTicket hinzunimmt, fahren mittlerweile über 40.000 ältere Menschen mit dem SeniorenTicket.

Neues Ausbildungs-Abo ist beliebt

Ein Plus gab es auch beim Ausbildungsverkehr. Seit September besteht mit dem Ausbildungs-Abo ein weiteres günstiges Angebot. Auszubildende, Praktikanten, Bufdis etc. können damit für 59 Euro monatlich im ganzen Netz mit Bus und Bahn fahren. Bisher mussten sie je nach Zahl der befahrenen Zonen bis zu 154 Euro (netzweit) für ein MonatsTicket bezahlen. Das Ticketangebot gilt rund um die Uhr im gesamten VVS-Gebiet und wird obligatorisch als JahresTicket im Abonnement angeboten. Bisher gingen rund 25.000 Abo-Bestellungen bei den Abo-Centern der Verkehrsunternehmen ein – auch hier deutlich mehr als erwartet.

Im Gelegenheitsverkehr, zu dem Einzel-, Kurzstrecken- und TagesTickets gehören, gibt es ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Dabei sind beim TagesTicket die Verkaufszahlen überdurchschnittlich gestiegen (+5,1 Prozent).

Insgesamt hat der VVS bis zum dritten Quartal 2016 rund 373 Millionen Euro (inklusive Schwerbehinderten-Abgeltung) eingenommen und damit rund 4,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (uli)

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