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40 Jahre VVS: 250 Gäste aus ganz Deutschland feiern mit

Zum 40. Jubiläum des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS) sind gestern rund 250 Gäste aus ganz Deutschland angereist. Sie folgten der Einladung der beiden VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger und Horst Stammler, die auch die Festveranstaltung moderierten.

OB Kuhn und Verkehrsminister Hermann sprechen über die Zukunft des ÖPNV

Zum 40. Jubiläum des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS) sind gestern rund 250 Gäste aus ganz Deutschland angereist. Sie folgten der Einladung der beiden VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger und Horst Stammler, die auch die Festveranstaltung moderierten.

In seiner Festrede beschrieb Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des VVS ist, die fünf Meilensteine in der Geschichte beginnend mit der Einführung des Gemeinschaftstarifes am 1. Oktober 1978. Am selben Tag hatte die S-Bahn Stuttgart ihren Betrieb auf den ersten drei Linien aufgenommen. Der zweite Meilenstein am 1. Oktober 1993 – also vor genau 25 Jahren – wurden die regionalen Busunternehmen in den VVS integriert. Damit wurde das Verbundversprechen „Ein Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Region Stuttgart“ eingelöst. 1996 folgte der dritte Meilenstein: die Umwandlung des ehemaligen Unternehmensverbundes in einen Mischverbund. Seither teilen sich Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger die Anteile am Verbund zu je 50 Prozent. Der vierte Meilenstein war der ÖPNV-Pakt 2014, mit dem die Aufgabenträger in der Region Stuttgart nicht nur strittige Zuständigkeitsfragen geklärt, sondern sich auch verpflichtet haben, das Leistungsangebot bis 2025 sukzessive auszubauen. Der Beschluss, im nächsten Jahr eine große Tarifreform durchzuführen, mit der der VVS-Tarif einfacher und günstiger gestaltet wird, war der fünfte und vorerst letzte Meilenstein.

Verkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich über die Entwicklung des Verkehrsverbunds erfreut: „Der VVS war der erste und lange Zeit der einzige Verkehrsverbund in Baden-Württemberg. Er ist leistungsfähig und in vieler Hinsicht ein Vorbild für andere Verkehrsverbünde im Land. Bei den Themen Digitalisierung und Multimodalität ist der VVS auch bundesweit ganz vorne mit dabei.“ Hermann freute sich über den Beschluss zur großen Tarifreform und wies darauf hin, dass sie mit 42 Millionen Euro vom Land über sechs Jahre gefördert wird. Er stellte auch den anderen Verkehrsverbünde im Land eine finanzielle Förderung in Aussicht, wenn sie nach dem Vorbild des VVS ihr Tarifsystem vereinfachen und kundenfreundlicher gestalten.

Der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Jürgen Fenske lobte das Land Baden-Württemberg für seine Absicht, die Mittel nach dem Landes-Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetz praktisch zu verdoppeln. Baden-Württemberg sei damit auch ein „Musterländle im ÖPNV“. Fenske zeigte sich er-staunt über die hohen Fahrgaststeigerungen im VVS, die in den letzten Jahren weit höher ausgefallen sind als im bundesweiten Schnitt.

Hintergrund: Der VVS wurde am 1. Oktober 1978 gegründet. Am selben Tag nahm die S-Bahn Stuttgart in Betrieb auf. Im Mischverbund VVS haben sich alle 40 in der Region Stuttgart tätigen Verkehrsunternehmen und alle sieben Aufgabenträger zusammengeschlossen. Die Fahrgastzahlen sind im VVS in den letzten Jahren regelmäßig um zwei bis drei Prozent gestiegen. 2017 wurden im VVS 382 Millionen Fahrten durchgeführt. Für 2018 wird eine weitere Steigerung um rund 2,5 Prozent erwartet. Im Jubiläumsjahr des VVS wurde beschlossen, zum 1. April 2019 eine große Tarifreform durch-zuführen, mit das Tarifsystem vereinfacht werden soll: Statt 52 Tarifzonen gibt es nur noch fünf Ringzonen. Die Fahrgäste werden um 42 Millionen Euro entlastet.

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