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Neue Echtzeitanzeiger am Bahnhof in Weil der Stadt installiert

Bessere Informationen am Busbahnhof und auf dem Handy – Land fördert Echtzeitprojekt im Rahmen des Landesprogramms NAMOREG mit insgesamt 690.000 Euro

Die Digitalisierung im öffentlichen Nahverkehr schreitet voran. Auch in Weil der Stadt können sich die Fahrgäste an Anzeigetafeln oder per Handy informieren, ob ihre Bahn oder ihr Bus pünktlich kommt oder sich die Ankunft verzögert. Am Bahnhof der Keplerstadt wurden zwei Dynamische Fahrgastinformationsanzeiger (DFI-Anzeiger) installiert. Dort können sich die wartenden Fahrgäste mit einem kurzen Blick über die tatsächlichen Abfahrtszeiten der dort fahrenden Bahnen und Busse informieren. Auch auf dem Handy werden die „echten“ Abfahrtszeiten aller Bahnen und Busse angezeigt. Und wenn ein Zug Verspätung hat, wird gegebenenfalls eine neue Anschlussverbindung berechnet.

Bürgermeister Thilo Schreiber zeigte sich sehr erfreut, dass diese zwei neuen Fahrgastinformationsanzeiger nunmehr im Bahnhofsbereich in Weil der Stadt die Fahrgäste ganz aktuell informieren. „Dies ist eine qualitativ deutliche Verbesserung für alle Nutzer des ÖPNV – sei es per Bus oder Bahn“. Erfreulich sei auch die Bezuschussung der Anschaffungskosten in Höhe von ca. 40.000 Euro durch das Land. Die Stadt Weil der Stadt ist für die Kosten der Installation und Leitungstechnik in Höhe von ca. 10.000 Euro aufgekommen sowie für die künftigen laufenden Unterhaltungskosten. Das Geld sei aber gut angelegt, da der Bahnhof Weil der Stadt eine wichtige Drehscheibe aus den Landkreisen Calw und Enzkreis in die Region Stuttgart ist.

Mit den neu aufgestellten DFI-Anzeigern können nun alle Linien, die am Bahnhof in Weil der Stadt halten, übersichtlich dargestellt werden. Dies fällt besonders ins Gewicht, da Weil der Stadt ein wichtiger Knotenpunkt bei der Vernetzung der Region Stuttgart mit den Nachbarlandkreisen ist. Als Endpunkt der S-Bahnlinie S6 aus Stuttgart und haben die dortigen Buslinien wichtige Zubringer- und Abbringerfunktionen für die S-Bahn. Vom Bahnhof Weil der Stadt fahren zwei Buslinien in den Verbundraum der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw (VGC) und zwei Linien in den Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE). Besonders im Übergangsbereich zwischen mehreren Verkehrsverbünden ist eine durchgehende Fahrgastinformation in Echtzeit ein wichtiger Service für die Fahrgäste. VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger berichtet, dass man bei dem Projekt auf Erfahrungen bei der Einführung von Echtzeitsystemen im VVS-Gebiet zurückgreifen konnte. „Bei diesem Projekt konnten wir zeigen dass es möglich ist, auch über Verbundgrenzen hinweg Echtzeitinformationen zu generieren und an die gemeinsamen Fahrgäste ausgeben zu können“, so Hachenberger. Gerade, wenn der Bus nicht alle zehn Minuten fährt, sei es wichtig, dass sich der Fahrgast per App über die aktuelle Betriebslage informieren könne.

Auch Gisela Volz, die Geschäftsführerin der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw VGC, freut sich über die DFI-Anzeiger: „Weil der Stadt als Endpunkt der S-Bahn ist ein neuralgischer Umstiegspunkt für die Anschlussverkehre in den Landkreis Calw“, bestätigt sie. Die Integration in das Echtzeit-Projekt bedeutet ihrer Ansicht nach einen großen Innovations- und Qualitätsschub für den ÖPNV im ländlichen Raum, der mit der Installation der DFI-Anzeiger seinen Abschluss findet. „Jetzt haben unsere Fahrgäste hier endlich auch die technische Infrastruktur, die im VVS-Gebiet Standard ist“, sagt sie. „Sie sind besser informiert, können sich leichter orientieren und müssen nicht länger den Eindruck gewinnen, in ein ÖPNV-Notstandsgebiet zu kommen, wenn sie an der Grenze des VVS-Verbundraums angekommen sind“ so Volz. Sie bedankt sich bei allen Projektpartnern für die finanzielle und fachliche Unterstützung, ohne die das Projekt nach ihren Worten nicht zu realisieren gewesen wäre.

Die Installation von DFI-Anzeigern in Weil der Stadt und im Landkreis Göppingen wurden im Rahmen des Landesprogrammes NAMOREG (Nachhaltig mobile Region Stuttgart) mit insgesamt 690.000 Euro gefördert. Ziel war es, den Fahrgästen auch bei Fahrten, die über die Verbundgrenzen von VVS und Verkehrsgemeinschaft Calw gehen, Echtzeitinformationen zu liefern. Im Landkreis Göppingen wurden bereits Anfang des Jahres insgesamt sieben DFI-Anzeiger installiert. Mit der Installation von DFI-Anzeigern am Bahnhof in Calw ist das Projekt im Spätsommer 2017 abgeschlossen.

So funktioniert die Echtzeitinformation

Um das Projekt zu realisieren, mussten zunächst die aktuellen Fahrplansolldaten der beteiligten Busunternehmen erfasst werden. Diese wurden in die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) des VVS integriert, sodass auch die Fahrplandaten der drei beteiligten Busunternehmen im Landkreis Calw enthalten sind und zum Beispiel über die App des VVS abgerufen werden kann. Anschließend wurden die beteiligten Verkehrsunternehmen an die Echtzeitsysteme angeschlossen und die Busse mit der erforderlichen Technik ausgestattet, die zur permanenten Erfassung des aktuellen Fahrzeugstandorts nötig sind.

Die Busse der beteiligten Busunternehmen senden stetig ihre Standorte via GPS an ein mandantenfähiges rechnergestütztes Betriebsleitsystem. Dort wird die aktuelle Position mit dem hinterlegten Fahrplan abgeglichen und anschließend eine Fahrplanprognose berechnet. Diese Information wird an eine spezielle Plattform, die regionale Datendrehscheibe des VVS, weitergeleitet. Dort werden die aktuellen Echtzeitprognosen aller Verkehrsunternehmen im VVS-Gebiet sowie des Landkreises Göppingen und der Zubringerverkehre von Calw gebündelt und an die elektronische Fahrplanauskunft weitergeleitet. An den digitalen Anzeigetafeln an den Haltestellen, in der App „VVS Mobil“ oder auf der VVS-Homepage kann man die voraussichtliche Abfahrtszeit an der Haltestelle sehen. Auch der Busfahrer wird über seinen Bordrechner ständig informiert, ob er pünktlich ist oder Verspätung hat.

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