Museumsradweg

Idyllische Radwege, die schön zu fahren und gut ausgeschildert sind. Entlang der Wegstrecke kann man in 17 Museen noch auf Entdeckungsreise gehen

Weil der StadtWaldenbuchNürtingen
VVS Tipp
VVS Vorteil

 

Durch die Wahl dieser Tälertrasse mit nur kleinen Anstiegen ist das Radwegprofil sehr familiengerecht. Auf der gesamten Strecke sind Spiel- und Rastplätze zum Verweilen angelegt. Der Museumsradweg ist ein Muß für alle Genußradler im mittleren Neckarraum.

Der Radweg führt von Weil der Stadt nach Nürtingen durch Würm- und Aichtal in das Neckartal. Vorbei an Bächen, Wiesen und Wäldern gibt es auf dieser Strecke heimatkundliche Museen zu entdecken: Das Keplermuseum, das Narren-, Puppen- und das Stadtmuseum in Weil der Stadt, die Heimatmuseen in Grafenau, Holzgerlingen, Schönaich und Grötzingen. Ein Besuch lohnt sich in den volkskundlichen Museen: im Museum der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch, im Häfnermuseum in Neuenhaus, im Bäckereimuseum in Aich, sowie im Stadtmuseum in Nürtingen. Die Galerie Schlichtenmaier im Schloss Dätzingen, das MUSEUM RITTER in Waldenbuch, die Sammlung Domnick und die Stiftung Ruoff in Nürtingen präsentieren Kunst vom Feinsten. (In den Kommunen informieren neue Orientierungstafeln über das jeweilige Angebot vor Ort.)

Weil der Stadt – Grafenau (Döffingen, Dätzingen) – 5,5 km
In der historischen Altstadt, hinter mächtigen Stadtmauern und Wehrtürmen gibt es Einiges zu sehen. Auf dem Marktplatz thront der berühmte Sohn der Stadt, der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler – Vordenker der modernen Raumfahrt. Gleich daneben befinden sich Keplermuseum und Stadtmuseum sowie die weithin sichtbare katholische Stadtkirche. Aber es gibt nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Denn manchmal erzählen Stadtführer und Nachtwächter vom hiesigen Einst und Jetzt. Dass in Weil der Stadt gern und ausgelassen gefeiert wird, zeigen das von der Narrenzunft betreute Narren- und das Handpuppenmuseum gegenüber dem Spital. Bei der Orientierungstafel am Friedhofsparkplatz beginnt der Museumsradweg von Weil der Stadt nach Nürtingen. An der Dorfkirche und am Rathaus Schafhausen vorbei führt die Strecke bis nach Döffingen.

Grafenau – Aidlingen – Ehningen – 13 km
Ein Abstecher von Döffingen in den Ortsteil Dätzingen zum Schloss Dätzingen lohnt sich auf jeden Fall. Bei dieser Gelegenheit können Sie gleich die Galerie Schlichtenmaier und das Heimatmuseum im Schloss besichtigen. Wieder in Döffingen auf der Hauptroute nach Aidlingen durch den Wald, vorbei am Pfadfinderhaus nach Ehningen. An der Würm befindet sich die „Würmarena“ – wie der Name schon sagt, eine Arena im Fluss lädt ein, die Füße ins kühle Nass zu hängen und auch die Seele baumeln zu lassen. Am Platz der Elemente am Wald steht eine Orientierungstafel. Ein paar Radlängen weiter befindet sich ein erlebnisorientierter Waldlehrpfad für Klein und Groß. Natürlich spielt auch hier das Element Wasser eine Rolle. Raus aus dem Wald gelangt man an die Abzweigung nach Mauren, einem schönen Hofgut mit einer eigenen Kirche. Im Hofladen kann man sich hier die landwirtschaftlichen Produkte kaufen. Wieder zurück auf der Hauptroute lohnt sich auch eine Abzweigung nach Hildrizhausen. Vorbei an einer denkmalgeschützten Linde führt der Weg in den historischen Ortskern. Eine interessante Rundfahrt führt wieder zurück auf die Hauptroute nach Holzgerlingen.

Ehningen – Holzgerlingen – 8 km
Auf der Hauptroute von Ehningen übers freie Feld kreuzt eine wunderschöne Baumallee und entführt den Radler nach rechts Richtung Altdorf entlang der Hauptstraße, wie das Hinweisschild schon andeutet zu guter Gastronomie. Wieder zurück auf der Hauptroute fahren Sie Richtung Holzgerlingen, vorbei an Weiden, Äcker und Wiesen gelangen in das Neubaugebiet „Hülben“, am Bahnhof vorbei zur Stadtmitte von Holzgerlingen. Dort befinden sich die Burg Kalteneck, sowie das Heimatmuseum. Ganz Holzgerlingen ist geschmückt mit bunten Vögeln anlässlich der 1000-Jahr-Feier, wem es also langweilig ist, der kann an Stelle der Schäfchen ruhig mal Vögel zählen…

Holzgerlingen – Schönaich – 9 km
Entlang der Landesstraße von Holzgerlingen führt der Radweg in Richtung Schönaich. Am Parkplatz mit Verweis zum Freibad überquert man die Landesstraße und fährt übers Feld bis zur Sitzbank bei der Orientierungstafel. Ein Rundweg führt bis zum Heimatmuseum, vorbei an Fachwerkhäusern und einer „Grubbank“ mit rastenden Bronzefiguren wieder zurück zu der Orientierungstafel.

Schönaich – Waldenbuch – 9 km
An der Wolfenmühle vorbei und die Kreisstraße nach Waldenbuch queren. Dann links halten immer an der Aich entlang. Ein kurzes steiles Stück führt in den Wald. Nach ein paar Steigungen folgen auch wieder Talabfahrten. Entlang der Aich führt der Weg über eine Brücke zum MUSEUM RITTER. Im selben Gebäude befindet sich auch der SchokoLaden und das Museumscafé. Entlang der Aich führt der Weg zur historischen Altstadt Waldenbuchs, wo sich das Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch befindet. Die Route führt weiter zum Wanderparkplatz Glashütte. Dort lädt der bewegungsaktive Spielplatz alle Familienmitglieder zum Turnen und Verweilen ein.

Waldenbuch – Aichtal (Neuenhaus, Aich, Grötzingen) – 9 km
Vom Wanderparkplatz Glashütte führt der Radweg bis zu einer Brücke über die Landesstraße nach Neuenhaus. Diese Brücke bietet die Abzweigung zum Siebenmühlentalweg und zu einem schönen Biergarten. Über die Filder ist hier auch der Anschluss zum Hohenzollernradweg gegeben. Der Museumsradweg biegt vor der Brücke rechts ab in Richtung Neuenhaus und führt ein kurzes Stück am Wald entlang, vorbei an einem Grillplatz, bevor er über eine Brücke direkt an der Landesstraße bis zur Einmündung in die Bachstraße nach Neuenhaus verläuft. Kurz nach der Kirche, deren bunt gedeckter Turm für das Handwerk der „Häfner“ steht, führt der Weg direkt am Häfnermuseum vorbei. Über die Schaich wieder in den Wald, vorbei an einem großen Spielplatz, erreichen Sie Aich, Neckartailfinger Straße. Richtung Ortsmitte auf die Waldenbucher Straße (L1185) zum Bäckereimuseum, direkt neben der Bäckerei Stückle liegt. Wieder zurück auf der Neckartailfinger Straße führt die Hauptroute weiter Richtung Grötzingen.

Aichtal – Nürtingen – 9 km
Entlang der Aich führt der Radweg nach Grötzingen. In der Hindenburgstraße befindet sich das Heimatmuseum, welches im selben Gebäude wie die Stadtbücherei beheimatet ist. Direkt auf der Hauptroute des Radwegs liegt das Schulmuseum, das in der Grund- und Hauptschule untergebracht ist. Die Schulstraße mündet in die Nürtinger Straße. Der Radweg führt nun immer geradeaus bis nach Oberensingen. Wer sich für Kunst interessiert, sollte unbedingt die Abzweigung nach Hardt zur Sammlung Domnick wahrnehmen und auf der Oberensinger Höhe den herrlichen Blick auf die Schwäbische Alb genießen. Nur ein paar Meter nach dem mit Skulpturen versehenen Grundstück lädt eine Bank unterhalb einer Linde zum Genießen und Verweilen ein. Wieder zurück auf der Hauptroute fahren Sie entlang der Aich nach Nürtingen. Wer die Stiftung Ruoff besuchen möchte, von der Hauptroute in Richtung Bahnhof und der weiteren Beschilderung durch den Tunnel vom Busbahnhof aus folgen. Wieder zurück auf der Hauptroute bis zum Infohäuschen am Neckar. Auf der Wörthbrücke die Aussicht auf Nürtingen genießen und auf der anderen Uferseite am Neckar entlang bis zum Stadtmuseum fahren, welches auch für Kinder ansprechend und interessant konzipiert ist.
Wer dann noch Lust zum Weiterfahren hat, kann ab dem Infohäuschen den Neckartalradweg in Richtung Tübingen/Esslingen radeln. Die Strecke ist so gut ausgeschildert, dass auch der Weg von Nürtingen bis Weil der Stadt leicht zu finden ist und es keiner separaten Streckenbeschreibung bedarf. Es bietet sich an den Museumsradweg in mehreren Etappen zu radeln und sich Zeit für einen Besuch der Museen, Sammlungen, Rast-, Spiel- und Grillplätze zu nehmen sowie in einem der Biergärten, Restaurants und Cafés entlang der Strecke einzukehren

Wissenswertes

Es lohnt sich, die Tour in 2 Etappen einzuteilen. So bleibt genügend Zeit, um sich die interessanten Museen an der Strecke anzusehen.

VVS Vorteil für das Museum Ritter
Bei Vorlage eines gültigen VVS-TagesTickets erhalten Sie bis 30. September 2012 den ermäßigten Eintritt von 4 € (bei GruppenTickets gilt die Ermäßigung pro Person).

VVS Vorteil für das Museum der Alltagskultur
Bei Vorlage eines gültigen VVS-TagesTickets erhalten Sie den ermäßigten Eintritt (bei GruppenTickets gilt die Ermäßigung pro Person).

Anfahrt Museumsradweg

Mit der S6 bis Weil der Stadt. Eine Rückfahrtmöglichkeit besteht ab Nürtingen mit der R-Bahn 73 in Richtung Plochingen oder einem Tourende in Wendlingen mit der S1.

Ticket-Tipp
Für Ihren Ausflug bieten sich vor allem die VVS-TagesTickets an. Sie können am Automaten, beim Busfahrer, in VVS-Verkaufsstellen oder im Internet unter www.vvs.de erworben werden und sind auch als HandyTicket erhältlich. VVS-TagesTickets sind ab Kauf bzw. Entwertung oder laut dem angegebenen Termin einen Tag bis Betriebsschluss gültig. Ihnen stehen alle VVS-Verkehrsmittel zur Verfügung und Sie können so oft fahren, wie Sie wollen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem EinzelTagesTicket für eine Person oder dem GruppenTagesTicket für bis zu fünf Personen unabhängig vom Alter. Als Eltern oder Elternteil können Sie beliebig viele eigene Kinder bis 17 Jahre mitnehmen.

weitere Informationen

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