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Von Gernot:

...wenn die Wegbeschreibung etwas genauer bzw. auch richtig wäre. Z.B. ist das... mehr

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Diese Tour und viele andere finden Sie in: "Bahnausflüge zwischen Neckar und Tauber", von Hans Mattern, Jürgen Schedler und Manfred Steinmetz, Hrsg. Schwäbischer Albverein e.V., Theiss-Verlag Stuttgart, 2000 ISBN 3-8062-1537-5
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Von der Schönbuchbahn zur Ammertalbahn

Eine wunderschöne Wanderstrecke von Holzgerlingen durch den Schönbuch nach Ammerbuch-Entringen

Länge 13 km

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SternSternStern 1 Bewertungen

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Anfahrt: Mit der Schönbuchbahn von Böblingen Bhf. nach Holzgerlingen
Rückfahrt: Mit der Ammertalbahn von Ammerbuch-Entringen nach Herrenberg, Anschluss an die S 1

Wanderstrecke: von Holzgerlingen durch den Schönbuch nach Ammerbuch-Entringen, 13 km auch als Radtour geeignet

Wanderkarte: Freizeitkarten der Landkreise Böblingen bzw. Tübingen des Landesvermessungsamts, Offiz. Karte des Naturparks Schönbuch, M. 1: 35000

Wer etwas Zeit mitgenommen hat, möge sich in der jungen Stadt Holzgerlingen (Stadt seit 1993) umsehen, die während des Zweiten Weltkrieges erheblich zerstört worden war: die wehrhafte Mauritiuskirche, daneben das unmittelbar nach dem Krieg erbaute Rathaus mit seinem 1998 eröffneten Erweiterungsbau, das Heimatmuseum im alten "Gässle-Schulhaus" (Tel.: 07031/6808-555 ), etwas südlich das seit 1988 im Besitz der Stadt befindliche Wasserschloss "Burg Kalteneck" oberhalb der Quellflüsse der Aich. Empfehlenswert auch der Stadthistorische Lehrpfad "Holzgerlinger Spaziergang". 2007 feierte Holzgerlingen sein 1000-jähriges Jubiläum.

Etwa 250 m nördlich des Haltepunkts beim alten Bahnhof (heute Restaurant und Gartenwirtschaft) bringt uns eine Unterführung unter Bahn und Bundesstraße durch die Felder nach Altdorf. Das Landschaftsbild ist geprägt von der ebenen und widerstandsfähigen Gesteinsplatte des "Schwarzen Jura" (Unterjura), des unteresten Schichtpakets einer ehemals bis in den Raum Stuttgart reichenden "Schwäbischen Alb" - genannt "Holzgerlinger Platte". Zusammen mit dem Lösslehm bilden die Verwitterungsschichten einen fruchtbaren Boden, der hier auf der sog. Schönbuchlichtung weite Ackerfluren trägt.

In Altdorf hatte das ehemalige Zisterienserkloster Bebenhausen Besitz - einige der alten Fachwerkhäuser gehen auf diese Zeit zurück. Von hier stammt der Bauernsohn und Theosoph Johann Michael Hahn (1758-1819), Gründer der Hahn'schen Gemeinschaft, bedeutender Vertreter der Erweckungsbewegung des Pietismus in Württemberg. Mitten im Ort begleiten wir die Würm - hier wird Anfang Juli immer das Bachfest gefeiert - und folgen dem Albvereinsweg (blauer Balken auf weißem Grund) bis hinaus an den Waldrand. Hier erreichen wir den Naturpark Schönbuch, den ältesten und kleinsten im Lande. Eine Infotafel der Naturparkverwaltung informiert uns.

Das geschlossene Waldgebiet mit den verschiedensten Waldtypen - alte Buchenwälder, auf ehemaligen Sturmwurfflächen junge Laubholzbestände, Mischwälder, alte Nadelholzbestände - werden wir nun auf ca. 7 km Länge durchwandern. Dabei kommen wir nach kurzem Anstieg auf 552 m NN, höchste Stelle unserer Strecke, zur Gabeleiche, eine alte Eiche, deren Stammende sich in zwei Einzelstämme gabelt und die als Naturdenkmal geschützt ist. Vielleicht fällt dem Wanderer die Gewannbezeichnung "Eselstritt" oder der "Eselstrittweg" auf. Über den "Eselstritt" führte ein Teil der alten Römerstraße (via Rheni) und mittelalterlichen Fernstraße, die von Ulm über Lustnau, Bebenhausen, Altdorf, Mauren nach Speyer führte und noch später benutzt wurde. Sie wurde wohl auch von Eseln als Transporttieren genutzt. Östlich des "Eselstritts" hat die Schaich im sog. "Hengstbrunnen" ihren Ursprung. Linkerhand liegt der Bromberg, mit 583 m NN die höchste Erhebung des Schönbuchs. Sie wird von einer Rätsandstein-Platte gebildet, die geologisch älter ist, aber höher liegt, als die jüngere Schwarzjura-Platte. Da der Rätsandstein extrem kalkarm ist, finden wir dort Säurezeiger, wie Heidelbeeren, Heidekraut, Besenginster und Adlerfarn, auf den Moorwiesen am Birkensee Wollgras, in Waldlichtungen Roten Fingerhut, so wie wir es beispielsweise vom Nordschwarzwald her kennen. Wir gelangen nun auf markierten Pfaden und Erdwegen hinunter ins stille Sulzbachtal (Markierung). Der Forstweg bringt uns entlang des Sulzbachs zur Lindachspitze, wo die Lindach aus Nordwesten hinzufließt. Schutzhütte und Feuerstelle laden zur Rast ein. Weiter talwärts wandernd gelangen wir bei der Neuen Brücke (Schutzhütte, Grillstelle, Spielplatz) an den Zufluss des von Westen herkommenden Fischbachs. Die Bäche bilden von nun an den Großen Goldersbach, der durch Bebenhausen fließt und bei Tübingen-Lustnau in die Ammer und mit dieser in den Neckar mündet.
Der Wanderweg (bis zur Neuen Brücke war der blaue Balken das Wanderzeichen, jetzt ist es bis zur Burg Müneck der rote Punkt), zunächst rechts des von Erlen gesäumten Baches in einem romantischen Wiesental, dann auf einem Pfad mit kurzem Anstieg rechts empor, bringt uns wieder gemächlich auf den Bergvorsprung, der die Ruinen der ehemaligen Burg Müneck (543 m NN) trägt. Zwischen 1270 und 1382 werden die Herren von Müneck genannt, Dienstleute der Pfalzgrafen von Tübingen. Heute noch erkennen wir mächtige Wälle und Gräben, moosüberzogene Mauersteine, welche die einstige Größe der Burg erahnen lassen, von deren geschichte fast nichts überliefert ist. Wir genießen den herrlichen Ausblick: halblinks gerade noch die Wurmlinger Kapelle, vor uns das Ammertal und das Gäu, am Horizont die Schwäbische Alb. Nun entlässt uns der Wald, und wir steigen durch den verbuschten Steilhang, dann entlang der Weinberge, später durch Obstwiesen, hinunter nach Ammerbuch-Breitenholz. Hier empfielt es sich, in einer Gaststätte oder in einer Besenwirtschaft ein Viertele heimischen Weins zu genießen. Nach 2 km gelangen wir durch die Wiesen und Felder nach Ammerbuch-Entringen, dessen hoch aufragender Turm der Michaelskirche den Ort beherrscht, und abschließend zum Haltepunkt der Ammertalbahn am ausgedienten Bahnhof.
Entringen liegt am Westrand des Naturparks, unmittelbar am Fuß der Hänge des Schönbuchs, die seit 2000 als Naturschutzgebiet "Schönbuch-Westhang/Ammerbuch" geschützt sind.

Fahrkartenhinweis
Achtung: Die Strecke liegt nicht vollständig im Gebiet des VVS. Zwischen Gülstein und Tübingen gelten die Bedingungen und Tarife des naldo.
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Kommentare

Von der Schönbuchbahn zur Ammertalbahn

Kommentare

Es könnte eine wunderschöne Wanderung sein...

Von: Gernot | 24.08.2010 | SternSternStern

...wenn die Wegbeschreibung etwas genauer bzw. auch richtig wäre. Z.B. ist das Wegzeichen ab der Neuen Brücke kein roter, sondern ein blauer Punkt. Etwas weniger Geologie und eine etwas bessere Wegbeschreibung und die Wanderung würde richtig Spaß machen.


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Von der Schönbuchbahn zur Ammertalbahn

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