Trennscheiben schützen Busfahrer und Fahrgäste

Verkehrsunternehmen OVK: Vordereinstieg im Bus und Fahrerverkauf wieder möglich – ab sofort fahren im Raum Wendlingen alle Busse mit Trennscheiben

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen Mitte März wurde im Busverkehr in ganz Deutschland die vordere Tür gesperrt und der Ticketverkauf durch den Fahrer eingestellt. Dies war ein notwendiger Schritt zum Schutz des Fahrpersonals und der Fahrgäste. Nachdem die Beschränkungen inzwischen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gelockert werden, kehrt auch im Omnibusverkehr langsam wieder Normalität ein.

Daher werden nach und nach alle Busse im VVS mit Trennscheiben im Fahrerbereich ausgestattet. Ab sofort fahren alle zwölf Busse der Firma OVK im Raum Wendlingen – Köngen mit Trennscheiben. Sie dienen dem Gesundheitsschutz von Busfahrer und Fahrgästen. Damit können die Fahrgäste wieder vorne beim Busfahrer einsteigen. Außerdem können auch die derzeit gesperrten vorderen Sitzplätze besetzt werden.

„Dass unsere Fahrgäste und Busfahrer vor Ansteckung geschützt werden, ist uns ganz wichtig. Doch dass wir den Ticketverkauf beim Busfahrer wieder ermöglichen und so auch unsere Einnahmen sichern können, gehört für uns private Busunternehmer ebenso dazu“, sagte OVK Geschäftsführer Eberhard Dannenmann. „Bei der Anschaffung der Trennscheiben haben wir Wert auf hochwertiges Glasmaterial gelegt“, ergänzte Dannenmann.

Die Busse, die bereits mit Trennscheibe fahren, sind in der Windschutzscheibe mit einem Hinweisschild gekennzeichnet. Das große „V“ steht dabei für „Vordereinstieg“ und „Tickets beim Fahrer“. Das Schild soll den wartenden Fahrgästen an der Haltestelle eine klare Orientierung geben. In Wendlingen gilt übrigens seit April auch das günstige StadtTickets, mit dem Einzelpersonen für 3 Euro und Gruppen bis zu fünf Personen für nur 6 Euro den ganzen Tag lang durchs Stadtgebiet fahren können.

Der Verkauf von Tickets ist für die Busunternehmen ein wichtiger Aspekt zur Einnahmesicherung. Zu Beginn der Corona-Pandemie sind die Fahrgastzahlen um rund 80 Prozent eingebrochen – und entsprechend die Fahrgeldeinnahmen. Inzwischen nimmt die Nachfrage von Tag zu Tag zu, liegt aber immer noch unter dem Normalwert „vor Corona“. Für die Verkehrsunternehmen im VVS, insbesondere die privaten mittelständischen Busunternehmen, stellt der Fahrgastrückgang eine hohe finanzielle Belastung dar. Trotz der drastischen Umsatzeinbußen fahren die regionalen Busunternehmen seit 4. Mai wieder den kompletten Fahrplan. Dadurch stellen sie sicher, dass beim Hochfahren des öffentlichen Lebens genug Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung steht.

„Das A und O ist es jetzt, dass die Fahrgäste das Vertrauen in unsere Busse und Bahnen zurückgewinnen. In unseren Fahrzeugen kann man sich sicher fühlen. Dies haben auch aktuelle Studien zur Verbreitung des Coronavirus gezeigt“, so VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. „Die Verkehrsunternehmen im VVS gehen sehr verantwortungsvoll mit den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen im ÖPNV um. Der Einbau der Trennwände ist ein Beispiel“, ergänzt Geschäftsführerkollege Thomas Hachenberger.

In allen rund 1.500 Bussen im VVS werden die Trennwände nach und nach eingebaut. Bis alle Busse damit ausgestattet sind dauert es allerdings noch einige Zeit. Das liegt an den unterschiedlichen Bustypen und den langen Lieferzeiten für die Trennwände.

Der VVS appelliert weiterhin an die Fahrgäste, die Maskenpflicht in den Fahrzeugen und an den Haltestellen und Stationen zu befolgen und die bekannten Hygieneregeln zu beachten. (uli)