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Ab 9. Dezember 2018: bessere Busverbindungen im nördlichen Heckengäu

BB 2 & 3

Landrat Roland Bernhard (4. v. r.) hat die Verbesserungen im Busverkehr im nördlichen Heckengäu auf dem Bosch Campus in Malmsheim der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dabei war auch Leonbergs OB Martin Kaufmann (7. V. r.) und weitere Vertreter der Kommunen sowie von Bosch, VVS und den Verkehrsunternehmen Wöhr und Seitter.

Lokale Unternehmen können sich im Wettbewerb behaupten

Zum 9. Dezember 2018 gibt es im nördlichen Heckengäu ein deutlich verbessertes Busangebot. Fahrgäste können sich auf dichtere Takte und mehr Fahrten freuen. Die Buslinien im Bereich Weissach, Renningen, Rutesheim, Heimsheim, Tiefenbronn, Friolzheim, Mönsheim, Wimsheim und Wiernsheim werden wie bisher von den beiden Verkehrsunternehmen Wöhr Tours und Seitter Bus betrieben.

„Mit den Firmen Wöhr und Seitter können sich die Fahrgäste weiterhin auf die bisherigen erfahrenen ortsansässigen mittelständischen Unternehmen verlassen. Ich freue mich, dass der künftige Busverkehr im nördlichen Heckengäu größtenteils ohne öffentlichen Zuschuss betrieben wird“, so Landrat Roland Bernhard.

Anlässlich der Inbetriebnahme der neuen Linien wird Wöhr Tours acht neue Busse beschaffen. Im eigenwirtschaftlichen Verkehr nach Leonberg werden damit ausschließlich Euro-6-Busse zum Einsatz kommen. Die neuen Busse sind nach modernsten Komfort- und Umweltstandards ausgerüstet. „Unsere Fahrzeuge haben moderne Innenanzeigen, die über den Fahrtverlauf informieren. Außerdem sind sie mit Klimaanlagen und im Verkehr nach Leonberg mit kostenfreiem W-LAN ausgerüstet“, so Wöhr-Chefin Monika Wöhr Kühnemann.

„Dass wir uns als lokales mittelständisches Unternehmen mit unserem Angebot überzeugen konnten, freut uns und ist ein gutes Zeichen. Seit Beginn der Niederflurtechnik in den späten 90er -Jahren setzt die Firma Seitter auf komplett niederflurige Fahrzeuge. Alle unsere Busse sind bis zur letzten Sitzreihe barrierefrei“, sagte Alf Seitter, Geschäftsführer der Firma Seitter.

„Durch die Neuausschreibung des Linienbündels wurde der Stadt Renningen die Chance gegeben, den Stadtverkehr an die veränderten örtlichen Verhältnisse anzupassen. Davon hat der Gemeinderat Gebrauch gemacht und die neue Linienführung erschließt nun das neue Gewerbegebiet Raite und das Neubaugebiet Schnallenäcker. Durch diese Verbesserungen hoffen wir auf eine noch höhere Nutzung des ÖPNV und damit auch auf eine weitere Verbesserung der Verkehrssituation“, sagte Bürgermeister Wolfgang Faißt der Stadt Renningen.

„Eine attraktive Verkehrsanbindung unseres Forschungsstandorts in Renningen ist für uns von großer Bedeutung – sowohl für die Mitarbeiter, aber auch für Bosch als Arbeitgeber im Wettbewerb um die Besten der Besten. Unter attraktiver Verkehrsanbindung verstehen wir ein flexibles Mobilitätsgesamtkonzept aller Verkehrsmittel. Dabei bildet der ÖPNV eine zentrale Säule. Die Anzahl unserer Mitarbeiter, die diese ÖPNV-Verbindung nutzen, hat sich gegenüber unseren Planzahlen bei Standortgründung 2014 verdoppelt. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns umso mehr über die Neuerungen, von denen unsere Mitarbeiter profitieren“, betonte Rainer Hörbrand, Personalleiter Bosch-Forschungscampus Renningen.

„Die Busunternehmen Wöhr und Seitter kennen das Verkehrsgebiet schon lange. Wir bitten aber auch um Verständnis, wenn angesichts neuer Busse, neuen Fahrern und neuem Fahrplan am Anfang noch nicht alles hundertprozentig klappen sollte. Erfahrungsgemäß braucht es ein paar Wochen, bis sich alles eingespielt hat“, so VVS-Geschäftsführer Horst Stammler.

Seit 2009 ist die EU-Verordnung Nr. 1370/2007 in Kraft. Sie gibt vor, dass alle Buslinien, die öffentlich gefördert werden, nach bestimmten Vergabevorschriften ausgeschrieben werden müssen. Damit nicht jede einzelne Linie extra vergeben werden muss, wurden Linienbündel geschnürt, in diesem Fall die Bündel 2 und 3 des Landkreises Böblingen, der sich mit dem Enzkreis abgestimmt hat. Für das Bündel 2 (Los 2) wurde ein wettbewerbliches Vergabeverfahren durchgeführt, bei dem sich die Firma Wöhr gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt hat.

Die Bündel Böblingen 3 und 2 (Los1) bekommen keine Zuschüsse durch den Landkreis und die Kommunen. Das Risiko der eigenwirtschaftlichen Verkehre tragen die Verkehrsunternehmen, die auch die Fahrgeldeinnahmen bekommen. Zum Linienbündel 2 gehören die Linien 634, 634A, 636, 637 und N62. Linienbündel 3 fasst die Linien 652, 653, 653A, 655, 655A, 765 und 765A zusammen.

Haushaltsverteilung und Schnupperfahrten

Die Haushalte in den betroffenen Gemeinden wurden im Rahmen einer Haushaltsverteilung am 1. Dezember 2018 über alle wichtigen Änderungen informiert. Die Fahrpläne für die neuen Angebote sind bereits im Internet auf den Seiten des Verkehrsverbundes Stuttgart (www.vvs.de) oder über die App „VVS Mobil“ abrufbar.

Wer das neue Angebot testen möchte, hat zum Start des neuen Bündels am 9. Dezember 2018 die Möglichkeit dazu. In den Bussen der Linien 634, 636, 652, 653 und 655 und N62 (bis Betriebsschluss um 6 Uhr des Folgetages)  kann man den ganzen Tag lang kostenlos mitfahren.

Stand: 6. Dezember 2018