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Die VVS-Tarifreform wirkt

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Mit der größten Tarifreform in der 40-jährigen Geschichte des VVS wurde zum 1. April 2019 das Tarifsystem stark vereinfacht:

  • ganz Stuttgart besteht aus nur noch einer Tarifzone (Zone 1)
  • Wegfall der Grenzen innerhalb der bisherigen Ringe (z. B. aus den 8 Zonen des bisherigen 30er-Rings wird die neue Zone 2)
  • Zusammenfassung der bisherigen 60er- und 70er-Zonen zur Zone 5
  • aus bislang 52 Tarifzonen werden 5 (+ 3) Ringzonen

Durch die Reduzierung der Anzahl der Tarifzonen wurde der Fahrpreis für viele Kunden günstiger. Von der Tarifreform profitieren zum Beispiel Fahrgäste in Stuttgart, die jetzt generell nur noch eine Zone bezahlen müssen. Auch die zahlreichen Einpendler, die vom Umland in den Stuttgarter Talkessel fahren, sparen mindestens eine Zone und damit rund 25 bis 30 Prozent des Fahrpreises. Schließlich bringt das neue Tarifsystem auch für tangentiale Verbindungen, also außerhalb des Zentrums, Vorteile. So bildet z. B. der gesamte Filderraum von Leinfelden-Echterdingen bis nach Esslingen, der bisher in vier Zonen aufgeteilt war, eine einzige Tarifzone.

Bilanz nach den ersten beiden Monaten: 50.000 Fahrten mehr pro Tag als im Vorjahr

Der VVS zieht eine positive, erste Bilanz der Tarifreform: Schon in den ersten beiden Monaten (April und Mai) konnten rund 50.000 Fahrten pro Tag mehr als im Vorjahr gezählt werden. Das entspricht über alle Ticketarten hinweg einem Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber dem vorjährigen Vergleichszeitraum. 2018 und in den ersten Monaten des Jahres 2019 lag die Steigerungsrate bei knapp über einem Prozent und hat somit seit der Tarifreform kräftig zugelegt. Wenn man nur die von der Tarifreform betroffenen Tickets betrachtet, beträgt das Plus 6,5 %. Erfreulich ist, dass zum einen bei den Tickets des Berufsverkehrs ein Fahrtenzuwachs in Höhe von 7,5 % erzielt werden konnte. Zum anderen gelang es nun aber auch, die Nachfrage im Gelegenheitsverkehr zu steigern (+ 4,3 %), der vor der Tarifreform über einen längeren Zeitraum stagnierte bzw. sogar eine rückläufige Nachfrage zu verzeichnen hatte.

Erfreulich ist auch, dass die vertriebliche Umstellung auf das neue Tarifsystem gut funktioniert hat. Obwohl dutzende Vertriebssysteme wie Fahrausweis-Automaten, Fahrscheindrucker und Handyticket-Systeme bei den 40 Verkehrsunternehmen umgestellt werden mussten, hat es praktisch keine technischen Probleme gegeben. Wer sein Ticket vor dem 1. April zu einem höheren Preis gekauft hatte, konnte sich den zu viel bezahlten Preis bis 31. Mai 2019 erstatten lassen.

Stand: 25. Juli 2019