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VVS startet im Oktober mit neuem TagesTicket

Die Verkehrsunternehmen im VVS haben in der heutigen Gesellschafterversammlung beschlossen, den Gemeinschaftstarif ab 1. Januar 2018 um durchschnittlich 1,9 Prozent zu erhöhen. Die Anpassung liegt damit voraussichtlich im Rahmen der allgemeinen Inflationsrate und ist so gering wie im laufenden Jahr und sonst zuletzt 2001. "Die Tarifanpassung ist einmal mehr mit vielen Verbesserungen für die Kunden verbunden. Angebotserweiterungen und neue

Tickets machen die Nahverkehrsoffensive sichtbar", betonte VVS-Aufsichtsratsvorsitzender Fritz Kuhn. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die neuen Stadtbahnlinien U19 und U12, die im Oktober beziehungsweise im Dezember in Betrieb gehen.

Im Rahmen der Nahverkehrsoffensive hat der Aufsichtsrat auch ein günstiges TagesTicket als Nachfolgeregelung für das bisherige Feinstaubticket und ein attraktives neues 9-Uhr-Ticket beschlossen.

 

Neues TagesTicket
Als Nachfolger des bisherigen Feinstaubtickets soll bereits im Oktober das neue TagesTicket kommen, das wesentlich günstiger ist als bisher. Es wird im gesamten VVS-Gebiet bis zum Ende der Feinstaubsaison 2018 gelten. Das TagesTicket gibt es in drei Preisstufen (1 bis 2 Zonen, 3 bis 4 Zonen und gesamtes Netz). Der Preis soll nicht mehr als eine Hin- und Rückfahrt der günstigeren Zone kosten. "Das entspricht einer Ermäßigung von 20 bis 35 Prozent im Vergleich zum bisherigen TagesTicket", sagte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger. Ganz wichtig: Abo-Kunden, die täglich mit dem VVS fahren, seien mit ihren Zeittickets immer noch günstiger unterwegs.

Das günstige TagesTicket gilt während der Schadstoffperiode von 16. Oktober 2017 bis 15. April 2018 jeden Tag und ersetzt das bisherige EinzelTicket, das nur an Feinstaubtagen zum halben Preis verkauft wurde. Das Angebot wird vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Details müssen aber noch mit dem Verkehrsministerium abgeklärt werden.

 

Neues 9-Uhr-Ticket
Weil Busse und Bahnen morgens in der Hauptverkehrszeit besonders voll sind, hat der VVS-Aufsichtsrat das verbesserte 9-Uhr-Ticket auf den Weg gebracht. Der Preis wird für alle Nutzer über alle Preisstufen hinweg um rund 1,5 Prozent gesenkt. Außerdem profitieren Abonnenten des 9-Uhr-Tickets künftig von den gleichen Rabatten wie FirmenTicket-Kunden, die seit 2014 fünf bzw. zehn Prozent Preisnachlass bekommen. Wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss von monatlich zehn Euro bezahlt, gibt der VVS einen Rabatt von zehn Prozent auf das FirmenTicket und künftig auch auf das 9-Uhr-Ticket. "Wir müssen einen tariflichen Anreiz setzen, damit Menschen, denen es möglich ist, erst nach der Stoßzeit fahren. So können wir die Kapazität in den Fahrzeugen besser ausnutzen", so VVS-Geschäftsführer Horst Stammler.

Heute kostet das 9-Uhr-Ticket für zwei Zonen im Abonnement 56,33 Euro im Monat. Mit dem FirmenTicket-Rabatt, dem Arbeitgeberzuschuss von zehn Euro und der oben genannten Preissenkung, bekommen Fahrgäste den Tarif bereits für 39,95 Euro pro Monat und sparen damit rund 30 Prozent. Der Rabatt beim 9-Uhr-Ticket zum JedermannTicket lag bisher zwischen 20 und 23 Prozent und wird 2018 auf 23 bis 31 Prozent erhöht.

In der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates wurde OB Fritz Kuhn zum Vorsitzenden wiedergewählt. Als Stellvertreter fungieren jetzt S-Bahn-Chef Dr. Dirk Rothenstein und Regionalrat Rainer Ganske.