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Neue Funktionen des P+R-Parkhauses Österfeld vorgestellt

Nehmen das Update des P+R-Parkhauses Österfeld offiziell in Betrieb: Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling, Verkehrsminister Winfried Hermann und VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger (v.l.)

Neues Angebot für ÖNPV-Umsteiger: Vertreter von Stadt, Land, Region und VVS haben am Donnerstag, 15. Dezember, die neuen Funktionen des P+R-Parkhauses Österfeld in Stuttgart-Vaihingen vorgestellt. Das Parkhaus steht seit dem 1. Dezember 2016 ausschließlich Umsteigern auf den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung. Es gilt das Prinzip Parkschein = Fahrschein.

Der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, sagte: „Häufig sind es viele kleine Bausteine, deren Umsetzung eine Wirkung erzielen. Der Park and Ride Österfeld ist einer dieser Bausteine und ein idealer Testfall, um Pendlerinnen und Pendlern ein attraktives Angebot zur S-Bahnnutzung zu bieten. Jedes Auto, das nicht in die Innenstadt fährt, wirkt sich positiv auf die Luftqualität aus.“

Ziel der Projektpartner ist es, das P+R-Parkhaus Österfeld zu einem Musterstandort für intermodale Mobilitätssysteme in der Region Stuttgart zu entwickeln. Im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts soll untersucht werden, wie der Einsatz der polygoCard und das Prinzip Parkschein = Fahrschein Autofahrern den Umstieg auf die S-Bahn erleichtern.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte: „In elf Minuten von Vaihingen bis in die Stadtmitte, das ist im Berufsverkehr mit dem Auto nicht denkbar. Mit diesem attraktiven und preisgünstigen P+R-Angebot wollen wir noch mehr Pendler dazu bewegen, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Das Parkhaus ist somit ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung und ein Pilotprojekt für die Region.“

Eine groß angelegte Fahrgastbefragung des Verbands Region Stuttgart an den Bahnstationen mit P+R-Anlagen hat ergeben, dass 22 Prozent der befragten S-Bahn- oder Bahnfahrer, die in einen Stuttgarter Innenstadtbezirk unterwegs waren, mit dem Auto zur Bahn kamen und dies auf einem P+R-Platz abgestellt hatten. Regionsweit liegt dieser Wert bei 13 Prozent.

Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, fügte hinzu: „Gerade für Stuttgart hat das Thema Park und Ride eine überdurchschnittlich wichtige Bedeutung. Unser Ziel ist es durch neue Service-Angebote und einheitliche Standards, den Autoverkehr in Richtung Stuttgart möglichst bereits am Rande des VVS-Gebiets auf P+R-Plätze zu lenken. Die Erkenntnisse, die wir in Österfeld gewinnen, werden sehr wertvoll sein für weitere P+R-Anlagen in der Region.“

Pendler, die eine polygoCard des VVS haben, können für das Parkhaus eine Dauerparkberechtigung kaufen, die auf der polygoCard gespeichert wird. Mit der Dauerparkberechtigung können die Pendler die Ein- und Ausfahrtsschranken des Parkhauses öffnen. Gelegenheitskunden erhalten bei der Einfahrt an der Schranke einen Parkschein, der auch als VVS-Tagesticket im Bereich der Tarifzone 10 und 20 gilt (Einzel- oder Gruppenticket). An der Einfahrt des Parkhauses stehen zwei Automaten, jeweils einer für das Einzel- und das GruppenTicket zur Verfügung. Bei Feinstaubalarm gibt es einen Preisrabatt: So kostet etwa das Einzel-Tagesticket inklusive Parkschein 5,80 statt 8,00 Euro.

Der VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger erklärte: „Mit der polygoCard als multimodaler Mobilitätskarte lassen sich Parken und die Vorteile des ÖPNV ideal miteinander verbinden. Dauerkunden, die mit der polygoCard unterwegs sind, wird die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel erleichtert und eine bequeme Anfahrt in die Stuttgarter Innenstadt oder zum Flughafen geboten.“

Neue Technik im Sinne smarter Vernetzung sorgt dafür, dass die P+R-Kunden über die VVS-App oder Wechselwegweiser am Straßenrand rechtzeitig auf das P+R-Parkhaus hingewiesen werden und über die Anzahl der freien Stellplätze im Parkhaus in Echtzeit informiert werden. Der Einbau einer Videoanlage sorgt für mehr Sicherheit und eine elektronische Abfahrtstafel soll ab Frühjahr 2017 am Übergang zur S-Bahn die Nutzer über die nächsten Fahrtmöglichkeiten mit der S-Bahn informieren.

Der Geschäftsführer der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg, Gebhard Hruby, sagte: „Das Parken ist ein unverzichtbarer Baustein der intermodalen Mobilitätskette. Umsteigepunkte, wie das P+R-Parkhaus Österfeld, machen Intermodalität erst möglich.“

Das P+R-Parkhaus Österfeld verfügt insgesamt über 510 Stellplätze und ist über einen direkten Zugang mit dem Bahnsteig der S-Bahn verbunden. Drei S-Bahn-Linien fahren von dort in elf Minuten Fahrtzeit in die Innenstadt. Eigentümer des Parkhauses ist die Stadt Stuttgart, Betreiber ist die Parkraum-Gesellschaft Baden-Württemberg. Gefördert wird das zunächst auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg aus der Initiative „Nachhaltig mobile Region Stuttgart“ (NAMOREG). Diese hat zum Ziel, innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte in der Region Stuttgart zu entwickeln und umzusetzen.