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2007: Europäische Sporthauptstadt und Eröffnung der Neuen Messe


Auch im Jahr nach der Fußball-WM ging es in Stuttgart in Bezug auf sportliche Großveranstaltungen nahtlos weiter. In 2007 haben mit der Straßenrad-, Handball-, Turn- und Tanz-WM sage und schreibe 4 Weltmeisterschaften in Stuttgart stattgefunden.

Besonders bei der Straßenrad-WM war der VVS zusammen mit der SSB und DB besonders gefordert. Über das Internet und einen speziellen Flyer Straßenrad-WM wurden ausführliche Anfahrtshinweise, Tariftipps und allgemeine Informationen kommuniziert. Speziell für die Veranstaltung wurde vom VVS ein KombiTicket für die Tribünenkarten und ein Rad-WM-Spezialticket über 5 Tage zu einem Sonderpreis angeboten. Passend dazu ging auch der neue Radroutenplaner für eine komfortable Tourenplanung im Internet in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart online.

In diesem Jahr hatte auch der VfB seinen großen Auftritt. Er wurde Meister und verpasste im Endspiel um den DFB-Pokal nur knapp das Double. Der VVS war natürlich mit dem KombiTicket zu den Heimspielen und zum großen Public-Viewing mit Abschlussparty auf dem Cannstatter Wasen immer mit von der Partie.

Im Fernverkehr wurden in diesem Jahr ganz wichtige Weichen gestellt. So nahm am 10. Juni der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV seinen Fahrbetrieb zwischen Stuttgart und Paris auf. Dies wurde mit einem großen Bahnfest auf dem Schlossplatz mit Sasha den No Angels gefeiert. Fahrgäste, die mit einem VVS-EinzelTicket oder VVS-4erTicket zu der Veranstaltung fuhren, konnten kostenlos zurückfahren. Am 19. Juli wurde mit der Grundsatzvereinbarung zwischen Bund, Land, Landeshauptstadt und Verband Region Stuttgart der Weg für das Großprojekt Stuttgart 21 freigemacht. Dieses Projekt wird nicht nur die Einbindung Baden-Württembergs in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz sicherstellen, sondern auch für den Nahverkehr viele Vorteile in Bezug auf bessere Direktverbindungen und signifikante Fahrtzeitverkürzungen bringen.

Im Bereich des Tarifs hat der VVS in 2007 wieder neue Angebote eingeführt. Seit dem 10. Juni 2007 werden für ZeitTickets Jedermann im Verbund überschreitenden Schienenverkehr (über Vaihingen/Enz) zwischen VVS und Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) vergünstigte VPE-Übergangszeitkarten angeboten. Die VPE-Übergangszeitkarten Erwachsene können ab 10. Juni 2007 als flexible Monatskarte an den grünen Fahrscheinautomaten im VPE am Bahnhof, in Regionalbussen und Verkaufsstellen für VPE-Fahrscheine erworben werden. Darüber hinaus wurden neue KombiTicket-Vereinbarungen mit den Partnern Lange Nacht der Museen, Trickfilmfestival, Kulturnacht und dem Basketballbundesliga-Verein ENBW Ludwigsburg geschlossen. Auch bei den Senioren hat der VVS eine Vergünstigung eingeführt: Besitzer von Senioren JahresTickets können auch vor 9.00 Uhr im jeweiligen Geltungsbereich mit einem Einzelticket Kind fahren.

Darüber hinaus startete der VVS im Frühjahr seine große, langfristig angelegte Schwerpunktkampagne „Jetzt umsteigen“. Vor dem Hintergrund steigender Spritpreise und einer verstärkten Umweltdebatte wurde eine integrierte Kommunikationskampagne in den verschiedensten Medien umgesetzt. Bestandteile waren Citylights, Großflächenplakate, Radiospots, Brückenbanner an Staustellen, Busbeklebungen und eine Abo-Einsteigeraktion. Besonders öffentlichkeitswirksam war in diesem Zusammenhang auch eine außergewöhnliche PR-Aktion, bei der ein Umsteiger gesucht wurde, der bereit war für ein VVS-JahresTicket sein altes Auto zu verschrotten.

Bereits Anfang des Jahres startete der VVS in Esslingen zusammen mit seinen Partnern Polizeidirektion Esslingen, Stadt Esslingen und den örtlichen Busunternehmen das neue Projekt Sicherheitspartnerschaft. Durch Schulungen der Busfahrer, verstärkte Streifen der Polizei und Schwerpunktkontrollen konnte das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste entscheidend verbessert werden. Die Aktion soll auch auf andere Landkreise ausgedehnt werden.

Der VVS war auch an den Verbesserungen im Busnetz maßgeblich beteiligt. So wurden die neuen Stadtbuskonzepte in Gerlingen und Remseck nicht nur planerisch, sondern auch mit umfassenden Marketing-Maßnahmen begleitet.

Mit einem großen Eröffnungswochenende vom 19. bis zum 21. Oktober startete die Neue Messe Stuttgart mit der großen Ausstellung „Innovationen und Emotionen“ offiziell ihren Betrieb. Der VVS, die DB und die SSB begleitete die Eröffnung mit Sonderverkehren, verdichteten Takten und umfangreichen Informationen zu den neuen Verbindungen zur Messe. So wurde der Ansturm der Besuchermassen auf ihrer An- und Abreise reibungslos bewältigt, was dem VVS und seinen Partnern großes Lob von Seiten der Messe und der Öffentlichkeit einbrachte. Der VVS konnte mit der Messe auch erstmals das KombiTicket für die Fachmessen vereinbaren.

Zum Jahresende hieß es noch mal Abschied nehmen. Am 8.12. ging die Straßenbahnlinie 15 auf ihre unwiederbringlich letzte Fahrt. Sie wurde durch die neue U15 abgelöst. Die SSB stellte aus diesem Anlass ein großes Abschiedsfest mit einem attraktiven Programm für Jung und Alt auf die Beine. Auch der VVS steuerte etwas zum Abschied, als auch zur Begrüßung der U15 bei, denn die Nutzung der Linie 15 war an diesem Tag kostenlos.