Ab einer Inzidenz von 100: FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn

Das neue Infektionsschutzgesetz („Bundes-Notbremse“) sieht eine Tragepflicht von „FFP2- oder vergleichbaren Masken (KN95/N95-Masken)“ im öffentlichen Personennahverkehr vor. FFP2-Masken bieten einen besseren Schutz für Fahrgäste als einfache medizinische Masken.

Vor dem Hintergrund nach wie vor sehr hoher Infektionsraten aufgrund besonders ansteckender Mutationen des Coronavirus ist diese Maßnahme entscheidend für Ihre Sicherheit.

Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske besteht während der Fahrt mit Bus und Bahn sowie beim Aufenthalt in Bahnhöfen, an Bahnsteigen und Bushaltestellen ab einer Inzidenz von 100.

In Bus und Bahn besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.
Warum muss ich eine FFP2-Maske im ÖPNV tragen?

Das  Tragen  von  Mund-Nasen-Bedeckungen  hat  sich  in  der  Pandemie  als besonders  wirkungsvolle  Maßnahme  erwiesen. Gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen weisen Bund und Länder darauf hin, dass FFP2-Maske eine höhere Schutzwirkung haben als einfache OP-Masken oder Alltagsmasken. Das Tragen einer FFP2-Maske bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist daher ab einer Inzidenz von 100 verpflichtend. So kann man sich selbst und andere wirksamer vor einer Infektion schützen und einen wichtigen Beitrag gegen die Verbreitung besonders ansteckender Mutationen des Coronavirus leisten.

 

Gibt es Ausnahmen von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske?

Die Maskenpflicht gilt laut Bundesinfektionsschutzgesetz ab einem Alter von sechs Jahren, so auch die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen keine Maske tragen.

Gleiches gilt für Personen, die nachgewiesen durch ein ärztliches Attest von der Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske befreit sind. Das Attest ist auf Verlangen des Personals der Verkehrsunternehmen vorzuzeigen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind auch gehörlose Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen.

Wo muss eine FFP2-Maske getragen werden?

In allen Bussen und Bahnen, in Bahnhöfen, an Haltestellen und auf Bahnsteigen.

Darf ich zum Essen und Trinken die FFP2-Maske abnehmen?

Nein. In den Nahverkehrsmitteln ist das nicht erlaubt.

Warum tragen Bus- und Bahnfahrer keine Maske?

Bei den Arbeitsplätzen der Bus- und Bahnfahrer handelt es sich um abgetrennte Bereiche. Deshalb ist das Tragen einer Maske am Lenkrad bzw. im Führerstand nicht notwendig.  

Was passiert, wenn ich keine FFP2-Maske trage?

Das Personal der Verkehrsunternehmen hat nach den Beförderungsbedingungen das Recht, einen Maskenverweigerer von der Beförderung auszuschließen, da er andere Fahrgäste gefährdet. Im Wiederholungsfall gilt dies nicht nur für die jeweils betroffene Fahrt, sondern auch dauerhaft. Außerdem sieht eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg ein Bußgeld von mindestens 100 Euro und bis zu 250 Euro vor.

Maskenpflicht: verstärkte Kontrollen

Reicht es aus nur den Mund zu bedecken?

Nein. Das reicht nicht aus. Die Maske entfaltet ihren vollen Schutz nur dann, wenn Mund und Nase bedeckt sind. Das falsche Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann die gleichen Folgen nach sich ziehen wie das Nichttragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (siehe Antwort auf die vorherige Frage). Dies gilt auch für Masken mit einem Ventil. Die größte Virusdichte findet sich in der Regel nicht in der Lunge, sondern in den oberen Atemwegen, vor allem in der Nase und im Nasenrachenraum, sagen Experten.

Warum reicht das Tragen von OP-Masken und Alltagsmasken aus Stoff nicht mehr aus?

Gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen weisen Bund und Länder darauf hin, dass FFP2- oder vergleichbaren Masken (KN95/N95-Masken) eine höhere Schutzwirkung haben als Alltags- und OP-Masken.

Mach´s einfach. Und bleib gesund.

Wir sorgen mit umfangreichen Hygienemaßnahmen wie zusätzlicher Reinigung und regelmäßiger Lüftung für einen sicheren Aufenthalt in Bus und Bahn. Mit dem Tragen einer FFP2-Maske, Abstandhalten und Rücksichtnehmen beim Ein- und Aussteigen tragen auch Sie auf jeder Fahrt zur mehr Sicherheit bei.

Studien und Experten: Kein erhöhtes Infektionsrisiko im ÖPNV
Mehrere Studien zeigen, dass der öffentliche Nahverkehr sicherer ist, als viele denken. Eine im Mai 2021 veröffentlichte Corona-Studie der Berliner Charité zeigt, dass Fahrgäste im ÖPNV kein erhöhtes Infektionsrisiko haben.

Charité-Studie

Weitere Studien
 

Die gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und öffentlichen Verkehrsunternehmen zielt genau darauf ab: Aufeinander Rücksicht nehmen, Abstand halten, Maske tragen.

Gemeinsam kommen wir #BesserWeiter

Sauberkeit in den Fahrzeugen

Alle Fahrzeuge werden regelmäßig gereinigt – besonders intensiv und häufig die Haltestangen, Türgriffe, Taster und (soweit vorhanden) Toiletten. Bitte leisten auch Sie einen Beitrag zur Sauberkeit. Entsorgen Sie persönliche Abfälle – wie Taschentücher – sofort und verzichten Sie auf Essen und Trinken.

Verhalten in Bahn und Bus

Bitte beachten Sie folgendes:

  • Es besteht bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, also in Bahnen und Bussen sowie an Bahn- und Bussteigen, die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Nicht-medizinische Alltagsmaske oder OP-Masken reichen nicht aus. Kinder unter 6 Jahren müssen keine Maske tragen.
  • Halten Sie an der Haltestelle und auf der Rolltreppe Abstand zu anderen Fahrgästen.
  • Halten Sie beim Einstieg Abstand und lassen Sie erst die Fahrgäste aus dem Fahrzeug aussteigen. Drängeln Sie nicht und lassen Sie sich nicht drängeln.
  • Bitte verteilen Sie sich im Fahrzeug, so dass ein Abstand zu den anderen Fahrgästen besteht.
  • Der Kontakt mit Halteknöpfen etc. soll weitestgehend vermieden werden. Überall, wo es technisch möglich ist, werden die Türen in den Zügen zentral vom Fahrpersonal geöffnet und geschlossen.
  • Fahren Sie bitte nicht zu den Hauptverkehrszeiten, wenn Sie nicht müssen. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist in der Regel viel mehr Platz.
  • Die Maskenpflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist.
Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App
Die Corona-Warn-App hilft festzustellen, ob man in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich. 

Weitere Informationen zur Corona-Warn-App der Bundesregierung

Allgemeine Vorsichts- und Hygienemaßnahmen

Beachten Sie unbedingt die Einhaltung der Hygieneregeln auch in den Bahnen und Bussen:

  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten.
    Hygiene beim Husten & Niesen
  • Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände mehrmals am Tag gründlich.
    Gründliches Händewaschen
  • Vermeiden Sie enge Kontakte und halten Sie Abstand zu Erkrankten.
    Barrieremaßnahmen

Corona-Krise – Wichtige Hygienemaßnahmen

Zentrale Türöffnung

Dort, wo es technisch möglich ist, werden die Fahrzeugtüren der S-Bahnen an den Stationen automatisch geöffnet und geschlossen. Auch die SSB öffnet die Türen der Stadtbahnen an den Haltestellen zentral. In vielen Bussen ist eine zentrale Öffnung der Türen aus technischen Gründen leider nicht möglich.

Stand: 10. Mai 2021