"Dankeschön" für treue Kunden in der Corona-Zeit

In den ersten Wochen der Corona-Pandemie waren die Bahnen und Busse leer – nicht nur im VVS, sondern in ganz Deutschland und sogar weltweit. Inzwischen kehren die Fahrgäste wieder zurück in die öffentlichen Verkehrsmittel. Der VVS hat für die Stammkunden, die in der ersten Phase der Corona-Pandemie dem öffentlichen Nahverkehr die Treue gehalten haben, ein ganzes Paket zur Kundenbindung geschnürt, das der VVS-Aufsichtsrat vor den Sommerferien gebilligt hat.

„Sehr erfreulich ist, dass die Stammkunden dem öffentlichen Nahverkehr ganz überwiegend die Treue gehalten haben. Trotz Schließung von Geschäften und Schulen, Kurzarbeit und Home-Office gab es nur wenige Kündigungen. Dafür möchten wir uns bei den Abonnenten und Inhabern von Jahrestickets ganz herzlich bedanken“, sagt der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des VVS ist.

„Die Treue der Stammkunden war von Mitte März bis Mai enorm wichtig für die Finanzierung des ÖPNV. Für die Verkehrsunternehmen waren das über Wochen praktisch die einzigen Tarifeinnahmen, die sie erzielen konnten“, informiert VVS-Geschäftsführer Horst Stammler.

Das Gesamtpaket sieht folgende Maßnahmen vor:

Übernahme von zwei Monatsraten für das Scool-Abo
Da die Schulen längere Zeit geschlossen waren, hat das Land Baden-Württemberg die Übernahme von zwei Monatsraten für das Scool-Abo beschlossen. Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Verbundlandkreise hatten als erste Schulwegkostenträger im Land bereits vor der endgültigen Zusage durch das Kabinett die Kostenübernahme signalisiert. Der VVS hat daraufhin die Raten des Scool-Abos für die Monate Mai und Juni nicht von den Eltern abgebucht, sondern den Schulwegkostenträgern in Rechnung gestellt. Der Beitrag des Landes für den VVS für diese Maßnahme beträgt 8,9 Millionen Euro.

 

Verlängerung des StudiTickets bis Ende Oktober
Da das Sommersemester verspätet begonnen hat, wird die Gültigkeit des StudiTickets bis zum 31. Oktober 2020 verlängert. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz sollen im Wintersemester die Vorlesungen erst im November beginnen. Außerdem wird die starre Bindung des StudiTickets an das Semester aufgegeben. Ab sofort können die Studis ganz flexibel jeden Monat einsteigen und nicht mehr nur zum offiziellen Start des Semesters. Das StudiTicket gilt dann immer sechs Monate ab Beginn.

 

Sommerferienaktion für alle Abonnenten und Inhaber von Jahrestickets
Auf Initiative des VVS und des Verkehrsministeriums haben alle Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg vereinbart, dass Verbundabos und -Jahrestickets während der Sommerferien im gesamten Nahverkehr im Land gelten. Wer ein VVS-Abo hat, kann damit vom 30. Juli bis 13. September 2020 im Rahmen der Aktion „bwAboSommer“ zum Beispiel nach Ulm, Karlsruhe, Heidelberg oder an den Bodensee fahren.

„Das ist unser Sommer-Hit. Der VVS war gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Impulsgeber für dieses Angebot. Ich bin total begeistert, dass sich spontan alle Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen im Land bereit erklärt haben, mitzumachen. Noch mehr begeistert bin ich, wie treu unsere Abonnenten in der Corona-Pandemie zu uns stehen. Gemeinsam kommen wir aus der Krise“, zeigt sich VVS-Geschäftsführer Horst Stammler zuversichtlich.

Im VVS gilt die Abo-Aktion im Sommer für folgende Tickets:

  • Jedermann-Abo und JahresTicket (inklusive PlusTicket)
  • 9-Uhr-Abo und JahresTicket (inklusive PlusTicket)
  • Firmen-Abo (inklusive PlusTicket)
  • 9-Uhr-Firmen-Abo (inklusive PlusTicket)
  • Senioren-Abo und Senioren-JahresTicket
  • Scool-Abo
  • Ausbildungs-Abo
  • 14-Uhr-Junior-Abo und JahresTicket
  • StudiTicket und Anschluss-StudiTicket

Voraussetzung ist, dass das Abo oder das JahresTicket zum Zeitpunkt der Fahrt gültig ist. Wer noch kein Abo hat, kann über „Abo Sofort“ auch noch während des Aktionszeitraums in ein VVS-Abo einsteigen und von der Aktion profitieren. Zum Nahverkehr in Baden-Württemberg zählen alle Regionalbahnen (IRE, RE und RB), die S-Bahnen, die Stadt- und Straßenbahnen und Busse.

 

Treuebonus für die Abonnenten
Der VVS-Aufsichtsrat hat auch beschlossen, die Absenkung der Mehrwertsteuer an die Kunden weiterzugeben. Dabei macht es keinen Sinn, jeden einzelnen Tarif um wenige Cents zu reduzieren. Der Gesamtbetrag soll vielmehr gezielt für einen Treuebonus an die Abonnenten verwendet werden. Die Höhe des Treuebonus hängt vom Umsatz in den nächsten Monaten ab. Er dürfte aber mindestens 15 Euro pro Abo betragen.

 

Einsteigeraktion zum Jahresende
Da aktuell zwar die Stammkunden zurückkehren, aber nur wenige neue Kunden gewonnen werden, wird der VVS zum Jahresende gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen eine große Aktion zur Gewinnung von Neukunden starten. Vor der Corona-Krise konnte durch eine entsprechende Kampagne die Zahl der Abonnenten auf eine Rekordzahl von rund 230.000 Abonnenten (ohne Scool-Abo und StudiTickets) gesteigert werden.

Stand: 17. August 2020