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VVS-Tarifreform wirkt

Bilanz nach erstem Monat: 50.000 Fahrten pro Tag mehr als im Vorjahr

Der VVS zieht eine positive, erste Bilanz der Tarifreform: Schon im ersten Monat, dem April, zählte der Verbund rund 50.000 Fahrten pro Tag mehr als im April 2018. Das entspricht einem Anstieg von 4,1 Prozent.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des VVS, Oberbürgermeister Fritz Kuhn wertet die Reform als „vollen Erfolg. Wir haben mit ihr den Öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver gemacht. Jetzt ist es wesentlich einfacher und günstiger, Bahnen und Busse zu nutzen. Ich bin gewiss, dass noch mehr Menschen in Stuttgart und der Region umsteigen werden.“ Und weiter: „Für die Partner ist diese Reform ein Kraftakt, aber eine lohnende Investition in nachhaltige Mobilität unserer Bürger."

2018 und in den ersten Monaten des Jahres 2019 lag die Steigerungsrate bei knapp über einem Prozent und hat somit seit der Tarifreform kräftig zugelegt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der April in diesem Jahr zwei Ferienwochen hatte und im letzten Jahr nur eine Woche. Erfreulich ist, dass die Zahl der Abonnenten gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 6,8 Prozent gestiegen ist.

Mit der größten Tarifreform in der 40-jährigen Geschichte des VVS wurde das Tarifsystem kräftig entschlackt. Die Zahl der Zonen wurde deutlich reduziert und der Fahrpreis für viele Kunden günstiger. Von der Tarifreform profitieren zum Beispiel Fahrgäste aus Stuttgart, die jetzt nur noch eine Zone für die Fahrt in die Landeshauptstadt bezahlen müssen. Auch die zahlreichen Einpendler, die vom Umland in den Stuttgarter Talkessel fahren, sparen mindestens eine Zone und damit rund 25 bis 30 Prozent des Fahrpreises. Schließlich bringt das neue Tarifsystem auch für tangentiale Verbindungen, also außerhalb des Zentrums, Vorteile. So bildet der gesamte Filderraum von Leinfelden-Echterdingen bis nach Esslingen, der bisher in vier Zonen aufgeteilt war, eine einzige Tarifzone.

Die Umstellung auf das neue Tarifsystem ist im April gut gelungen. Obwohl dutzende Vertriebssysteme wie Fahrausweis-Automaten, Fahrscheindrucker und Handyticket-Systeme bei den 40 Verkehrsunternehmen umgestellt werden mussten, hat es praktisch keine technischen Probleme gegeben. Wer sein Ticket vor dem 1. April zu einem höheren Preis gekauft hat, konnte sich den zu viel bezahlten Preis bis 31. Mai 2019 erstatten lassen. Bisher wurden hierfür Erstattungszahlungen von über 1,5 Millionen Euro geleistet.

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