Trennscheiben schützen Busfahrer und Fahrgäste

Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden im Busverkehr die vordere Tür gesperrt und der Ticketverkauf durch den Fahrer eingestellt. Dies war ein notwendiger Schritt zum Schutz des Fahrpersonals und der Fahrgäste. Nachdem inzwischen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens Lockerungen umgesetzt wurden, soll auch im Omnibusverkehr wieder Normalität einkehren.

Daher werden die 1.500 Busse im VVS nach und nach mit Trennscheiben im Fahrerbereich ausgestattet. Dies dient zum einen dem Gesundheitsschutz, gleichzeitig aber auch der Sicherung von Ticketeinnahmen. Bei den ersten Verkehrsunternehmen ist die Umrüstung bereits abgeschlossen. Auch bei der SSB fahren die Busse der Innenstadtlinien mit Trennscheiben. Weitere Linien werden sukzessive hinzukommen.

Die Busse, die bereits mit Trennscheibe fahren, sind in der vorderen Windschutzscheibe mit einem Hinweisschild gekennzeichnet. Das große „V“ steht dabei für „Vordereinstieg“ und „Tickets beim Fahrer“. Das Schild soll den wartenden Fahrgästen an der Haltestelle eine klare Orientierung geben.

Der Verkauf von Tickets ist für die Busunternehmen ein wichtiger Aspekt zur Einnahmesicherung. Durch den Rückgang der Fahrgastzahlen zu Beginn der Pandemie sind auch die Einnahmen im VVS eingebrochen. Inzwischen haben Bund und Land einen Rettungsschirm für den ÖPNV beschlossen und die Nachfrage nimmt auch täglich wieder zu, liegt aber immer noch unter dem Niveau „vor Corona“. Für die Verkehrsunternehmen im VVS, insbesondere die privaten mittelständischen Busunternehmen, stellt der Fahrgastrückgang noch längerfristig eine hohe finanzielle Belastung dar. Trotz der drastischen Umsatzeinbußen fahren die Verkehrsunternehmen inzwischen wieder den kompletten Fahrplan. Dadurch stellen sie sicher, dass beim Hochfahren des öffentlichen Lebens genug Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung steht.

„Unsere wichtigste Aufgabe ist derzeit, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder Vertrauen gewinnen und in unsere Fahrzeuge zurückkehren. Unsere Busse und Bahnen sind keine Virenschleudern. Dies haben auch aktuelle Studien zur Verbreitung des Coronavirus gezeigt“, betonte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Er verweist darauf, dass die Verkehrsunternehmen im VVS sehr verantwortungsvoll mit den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen im ÖPNV umgehen. Der Einbau der Trennwände sei ein Beispiel, meint der VVS-Geschäftsführer.

Dort, wo der Ticketkauf beim Busfahrer noch nicht möglich ist, sollten Fahrgäste ihr Ticket an den Automaten oder in den Vorverkaufsstellen kaufen. Am besten ist, wenn die Fahrgäste ihr Ticket über die App „VVS mobil“ kaufen. Das geht am schnellsten, man braucht kein Bargeld und beim Einzelticket spart der Kunde auch noch Geld.

Stand: 8. Juli 2020