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Weitere Informationen

Fragen zum Tarif

Warum erhalten (Rechts-) Referendare keinen Verbundpass für ermäßigte MonatsTickets für Schüler, Auszubildende und Studenten?

 

Referendare können nach den Bestimmungen des Personenbeförderungsgesetzes (PbefG) nicht zum Berechtigtenkreis für ermäßigte MonatsTickets des Ausbildungsverkehrs gezählt werden, da dem Referendariat ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorausgeht und die Referendarzeit weder als eine Berufsausbildung im Sinne des Berufsausbildungsgesetzes, noch als ein Praktikum im Rahmen des Studiums angesehen werden kann.

 

Warum gibt es beim VVS keine Ermäßigung für BahnCard-Besitzer?

 

Die BahnCard berechtigt ihren Inhaber zur Inanspruchnahme eines BahnCard-Rabattes in Höhe von 25% (BahnCard 25) bzw. 50% (BahnCard 50) auf alle Normalpreise des DB-Tarifs. Die Akzeptanz der BahnCard in den Verkehrsverbünden hieße, auch dort Einzeltickets entsprechend zu ermäßigen. Die Verkehrsverbünde in Deutschland haben eine andere Aufgabenstellung als die Bahn. Während bei den Verbünden bis zu 80% aller Fahrten mit Zeitkarten, z.B. Monats- oder Jahreskarten, durchgeführt werden, liegt die Anzahl der Gelegenheitsnutzer bei der Bahn weitaus höher. Darüber hinaus werden mit der Bahn oft viel weitere Entfernungen zurückgelegt. Aus diesen Gründen kann die Bahn für Gelegenheitskunden eine andere Preispolitik verfolgen als die Verbünde.

 

Bei einem hohen Rabatt auf Einzelfahrten innerhalb der Verbünde durch die BahnCard besteht die Gefahr, dass die Fahrgäste anstelle von Zeitkarten Einzelfahrscheine kaufen. Wartezeiten und verspätete Abfahrtszeiten der Busse, vor allem in den Hauptverkehrszeiten, wären die Folge. Aus Gründen der Tarifgerechtigkeit sollte die Ermäßigung nicht nur für Einzelfahrten gewährt werden, sondern auch von denjenigen Fahrgästen genutzt werden können, die im Besitz einer Zeitkarte sind.


Für alle Tarifangebote müsste der Preis mit und ohne BahnCard ausgewiesen werden. Der Tarif würde dadurch sehr unübersichtlich werden. Die um 25% bzw. 50% ermäßigten Tarifangebote müssten über alle Vertriebswege verkaufbar sein: Fahrscheindrucker, Automaten, festaufliegende Fahrscheinblocks. Dadurch entsteht ein erheblicher Aufwand für Hardware, Software und den Druck der Fahrausweise.


Ob alle Verbünde diese Umstellung leisten können, ist fraglich. Die Bahn, müsste einen Teil der Einnahmen aus der BahnCard an die Verbünde weiterleiten, ob hierzu Bereitschaft bestünde, ist ebenfalls fraglich.

 

Warum gibt es beim VVS keine Streifenkarten sondern 4er-Tickets?

 

Um gelegentlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, bieten die Verkehrsunternehmen in Deutschland für ihre Fahrgäste sehr unterschiedliche Formen von Sammel- oder Streifenkarten an. In Abhängigkeit des jeweiligen Tarifsystems sowie der verfügbaren Verkaufs- und Entwertergeräte existieren verschiedene Varianten von 4 – 10 Abschnitten bzw. Streifen. Einzelne Verkehrsverbünde haben in ihrem Fahrausweissortiment weder Sammel- noch Streifenfahrausweise.


Streifenkarten bestehen aus einer bestimmten Anzahl aneinandergereihter Wertfelder (Streifen). Der Vorteil der Streifenkarte liegt darin, dass mit ihr unterschiedliche Preisstufen befahren werden können, indem die entsprechende Anzahl an Feldern entwertet wird. Ein großer Nachteil der Streifenkarten besteht darin, dass die Preissprünge in allen Preisstufen gleich groß sein müssen (Beispiel München: 2,20 ¤, 4,40 ¤, 6,60 ¤, 8,80 ¤). Hierdurch wird die Preisgestaltung sehr unflexibel. Bei einer Preisänderung müssen alle Preisstufen entsprechend angepasst werden. Der VVS-Tarif ist hier weitaus flexibler (Beispiel VVS: 1,85 ¤, 2,30 ¤, 3,00 ¤, 4,05 ¤, 5,10 ¤, 6,10 ¤). Bei geringeren Entfernungen (1-3 Zonen), in denen die meisten Verkäufe stattfinden, werden die Preisabstände bewusst kleiner gehalten, als bei größeren Entfernungen. Auch ist die Streifenkarte in ihrer Handhabung nicht ganz einfach. Für die einzelnen Preisstufen müssen die entsprechenden Streifen abgezählt werden (umknicken, entwerten). Einzelne übrige Streifen müssen mit den Streifen einer neuen Karte kombiniert werden.


Das heute im VVS vorhandene 4er-Ticket ist für die Fahrgäste ein bekanntes und beliebtes Angebot. Im vergangenen Jahr wurden mit 4er-Tickes mehr als 17 Mio. Fahrten durchgeführt. Die Gremien des VVS vertreten daher die Auffassung, dass das 4er-Ticket in naher Zukunft nicht durch eine Streifenkarte ersetzt werden soll.

 

Warum wurden zum 1.1.2007 Fahrausweise / Fahrkarten / Fahrscheine einheitlich in Tickets umbenannt?

 

Mit der Umbenennung der tariflichen Angebote in „Ticket“ zum 1. Januar 2007 will sich der VVS weder dem Englischen anbiedern, noch den Niedergang der deutschen Sprache herbeiführen. Bei der Entscheidung für "Ticket" waren die nachfragestarken und bereits etablierten VVS-Angebote "Firmenticket" und "StudiTicket" sowie das „Baden-Württemberg-Ticket“ und das „Schöne-Wochenend-Ticket“ der Bahn richtungsweisend. Die Einheitlichkeit über alle Angebote hinweg war oberstes Ziel, somit "Ticket" das logische Ergebnis. Wir bitten alle, die die vertrauten Begriffe Fahrkarte/Fahrschein/Fahrausweis vermissen oder am liebsten ein „Billetle“ hätten, um Verständnis.

 

Was sind KombiTickets?

 

In Kooperation mit zahlreichen Veranstaltern bietet der VVS KombiTickets an. Eintrittskarten, Flugscheine o.ä. gelten dabei als VVS-Ticket. Alle KombiTickets sind mit einem entsprechenden VVS-Aufdruck gekennzeichnet. In der Regel gelten KombiTickets im gesamten VVS-Netz ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn zu einer Hinfahrt zum Veranstaltungsort und einer Rückfahrt bis Betriebsschluss (einschl. Nachtbusse) in allen VVS-Verkehrsmitteln (2. Kl.). Ein zusätzliches VVS-Ticket ist nicht notwendig. Es empfiehlt sich daher, KombiTickets bereits im Vorfeld zu kaufen. Infos, über welche Vorverkaufsstellen diese erhältlich sind, erhalten Sie beim jeweiligen Veranstalter bzw. beim VVS.

 

Wäre ein 24-Stunden-Ticket nicht gerechter? Fahrgäste könnten dann sowohl am Abend als auch am nächsten Morgen mit dem Ticket fahren.

 

Bei den Verbünden in Deutschland gibt es sowohl 24-Stunden-Karten als auch auf den Kalendertag (bis Betriebsschluss) beschränkte Tageskarten. Bei einer 24 Stunden gültigen Karte wäre eine neue Kalkulation unter Berücksichtigung der höheren Ausnutzung erforderlich, was einen höheren Preis zur Folge hätte. Der bundesweite Trend geht jedoch eher in Richtung einer auf den Kalendertag (bis Betriebschluss) beschränkten Tageskarte. Dies entspricht auch den "Empfehlungen zur Harmonisierung der Nahverkehrstarife" des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen vom April 2004.

 

Auch beim Kauf beispielsweise nur für die Abendstunden kann das VVS-TagesTicket durchaus eine attraktive Alternative zu anderen Tickets sein: Das GruppenTagesTicket in der netzweiten Variante kostet bei voller Ausschöpfung durch 5 Personen ab 1.1.2011 lediglich 3,58 Euro pro Person. Der Preis für ein EinzelTicket (Erwachsene) für beispielsweise 5 Zonen liegt bei 5,75 Euro. Auch bei nur jeweils einer Fahrt pro Person würde sich in diesem Fall der Kauf eines GruppenTagesTickets lohnen. Entsprechend höher liegt die Ersparnis natürlich wenn zusätzliche Fahrten mit dem GruppenTagesTicket unternommen werden (z.B. Hin- und Rückfahrt). Auch bei den anderen GruppenTagesTickets (1 - 2 Zonen zu 10,20 Euro, 3 - 4 Zonen zu 14,40 Euro) ergeben sich bei einer Nutzung beispielsweise nur am Abend spürbare Einsparungen im Vergleich zu den EinzelTickets. Um zu erfahren, ab wann die Nutzung von TagesTickets die günstigere Variante ist, empfehlen wir den VVS-Ticketberater auszuprobieren.

Wie lange gelten 4er-Tickets und im Vorverkauf erworbene TagesTickets nach einer erfolgten Preisänderung?

 

4er-Tickets und TagesTickets des VVS gelten gem. VVS-Gemeinschaftstarif, der im Internet veröffentlicht ist bzw. an VVS-Verkaufsstellen eingesehen werden kann, nach einer Preisänderung noch weitere zwölf Monate. Damit können 4er- oder TagesTickets im besten Fall fast 24 Monate lang benutzt werden. Beim VVS finden die Preisänderungen schon seit Jahren immer zum 1.1. statt. Bekannt gegeben wird dies in den Tageszeitungen im VVS-Verbundgebiet (zusätzlich in verschiedenen Gemeindeblättern und im Amtsblatt der Stadt Stuttgart) und auch auf der Homepage des VVS. Für ein beispielsweise im Jahr 2010 gekauftes 4er-Ticket oder im Vorverkauf an einer Verkaufsstelle erworbenes TagesTicket bedeutet dies, dass sie noch im gesamten Jahr 2011 zur Fahrt im VVS benutzt werden können. Für diese großzügige Regelung hatte man sich im VVS entschieden, da eine Umtausch- bzw. Erstattungsregelung von "alten" 4er-Tickets/TagesTickets aus Aufwandsgründen wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Im Vergleich zu vielen anderen deutschen Verkehrsverbünden, mit einer Übergangsfrist von bis zu drei Monaten, bedeutet die VVS-Übergangsfrist von einem kompletten Jahr eine sehr kulante Lösung. Erfahrungen der zurückliegenden Jahre zeigen, dass wir mit dieser Regelung die richtige Entscheidung getroffen haben. Auf die geltenden Regelungen (1 Jahr gültig nach Tarifanpassung, kein Umtausch, keine Erstattung) weist der VVS in Aushängen und Publikationen hin und auch auf dem Ticket selbst ist dazu ein Hinweis aufgedruckt. Die Zulässigkeit einer solchen Regelung wurde in einem Gerichtsurteil des OLG Karlsruhe bestätigt, da die Gültigkeitsbeschränkung im Gegenzug für den gewährten Rabatt dem Kunden offensichtlich ist.