Eine normale Busfahrt wird zum unvergesslichen Erlebnis: „Gold am Steuer“ für Joseph Okalla

Stuttgarter mit dem Titel „Busfahrer des Jahres“ im Rems-Murr-Kreis ausgezeichnet

Joseph Okalla vom Busunternehmen Fischle hat in diesem Jahr die Auszeichnung „Busfahrer des Jahres“ im Rems-Murr-Kreis erhalten. Zu seiner Auszeichnung haben ihm heute Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises, Fischle-Geschäftsführer Ralf Steinmetz und VVS-Geschäftsführer Horst Stammler gratuliert. Sie überreichten ihm unter anderem einen Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro.
    
Seit neun Jahren sitzt Okalla beruflich hinter dem Buslenkrad und bringt seine Fahrgäste sicher von A nach B. Meistens ist der 34-Jährige auf den Linien 60, 58 und 54 rund um Fellbach unterwegs, und das nach wie vor mit außergewöhnlichem Engagement: Die Freude am Fahren und der Kontakt zu den Menschen – das reizt ihn an seinem Beruf besonders. Dass Okalla diese Anforderungen an seinen Beruf perfekt erfüllt, stellt er tagtäglich unter Beweis: Seine freundlichen, individuellen Ansagen machen ihn bei Fahrgästen aller Altersgruppen äußerst beliebt. Für Schulkinder hat der in Stuttgart-Hofen wohnhafte Busfahrer auch mal eine Gesangseinlage parat, älteren Fahrgästen erklärt er freundlich und geduldig, wie sie am besten an ihr Ziel kommen. Für Okalla ist es eine Selbstverständlichkeit, dass er seine Fahrgäste stets sicher an ihr Ziel bringt: „Sein Hauptaugenmerk lag immer auf der Straße, sein Fahrstil war äußerst angenehm und umsichtig“ wird seine Fahrweise von einem seiner Fahrgäste gelobt. Einige von seinen Fahrgästen sind sogar so begeistert von ihrem Busfahrer, dass sie auch schon mal auf den nächsten Bus warten, um von Okalla chauffiert zu werden.

Fischle-Geschäftsführer Ralf Steinmetz ist stolz, dass sein Mitarbeiter den Sieg geholt hat: „Bei jeder Fahrt, egal wo er fährt, ist Herr Okalla immer freundlich und wünscht jedem einzelnen Fahrgast einen schönen Tag, Feierabend oder ähnliches. Wir bekommen regelmäßig Mails oder Anrufe von Fahrgästen, die ihn loben.“ erzählt er. „Wir sind stolz, einen so sympathischen und motivierten Mitarbeiter in unserem Team zu haben. Die Auszeichnung ‚Busfahrern des Jahres‘ hat er zweifellos verdient“, fährt Steinmetz lobend fort.

„Busfahrerinnen und Busfahrer sind jeden Tag gefordert und oft großen Belastungen und Stress ausgesetzt. Selbst in Corona-Zeiten haben sie jeden Tag sichergestellt, dass wir auch ohne eigenes Auto zuverlässig und pünktlich von A nach B kommen – als echte Helden des Alltags. Diese Leistung steht nicht so im Licht der Öffentlichkeit, sie kann aber nicht hoch genug eingeschätzt werden – zumal ohne die Busfahrerinnen und Busfahrer auch die Verkehrswende nicht funktionieren kann. Stellvertretend für alle Busfahrerinnen und Busfahrer erhält dieses Jahr Joseph Okalla die Auszeichnung Busfahrer des Jahres. Er ist ein Aushängeschild für seine Berufsgruppe, der seine Fahrgäste stets freundlich und mit helfender Hand betreut“, würdigt Landrat Dr. Richard Sigel Okallas Einsatz.

„Mit der Ehrung möchten wir Joseph Okalla unseren Dank und gleichzeitig allen Busfahrerinnen und Busfahrern unsere Hochachtung aussprechen, dass sie auch in schwierigen Zeiten, wie beispielsweise während der Corona-Krise, den öffentlichen Nahverkehr am Laufen gehalten haben“, sagt VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. „Die Fahrerinnen und Fahrer sind das Rückgrat des ÖPNV. Ohne ihren täglichen Einsatz wäre es nicht möglich, die Mobilität vieler Menschen sicherzustellen“, führt Stammler weiter aus. Gleichzeitig wolle man mit der Aktion für den Beruf des Busfahrers werben. „Das Nahverkehrsangebot in der Region wird stetig ausgebaut und der Bedarf nach qualifiziertem Personal steigt stetig. Zudem ist eines klar: Der Busfahrerjob ist äußerst krisensicher. Noch nie war das Angebot so hoch wie in diesem Jahr – ohne fachkundiges Personal hinter dem Steuer wie Herrn Okalla wäre das schlichtweg nicht möglich“.

Der Wettbewerb „Busfahrer/in des Jahres“ wird vom VVS seit 2004 ausgeschrieben, also in diesem Jahr bereits zum 19. Mal. Online konnten Fahrgäste ihre Nominierungen zum Busfahrer des Jahres einreichen – eine Jury, die aus Vertretern des VVS, der Verbundlandkreise und der regionalen Busunternehmen besteht, hat anschließend die „Busfahrer/innen des Jahres 2022“ in allen fünf Verbund-Landkreisen und der Stadt Stuttgart ausgewählt.

Fischle hat seine Wurzeln in Esslingen und betreibt von dort seit 1932 Busverkehre. Seit vier Jahren ist die Fischle Regionalverkehr Stuttgart GmbH & Co. KG im Linienverkehr im Rems-Murr-Kreis unterwegs. Im Fuhrpark des Busunternehmens im Landkreis stehen an insgesamt zwei Standorten 40 Busse zur Verfügung, die insgesamt 14 Linien bedienen. Im Rems-Murr-Kreis gibt es insgesamt 117 Buslinien, die von zehn Verkehrsunternehmen gefahren werden. Die Busse legen im Jahr rund 10 Millionen Kilometer zurück. Im Zuge der Vergabeverfahren wurde das Busangebot im Rems-Murr-Kreis, wie auch im gesamten Verbundgebiet des VVS, stark ausgebaut und attraktiver gemacht.

(mar)