Fraunhofer prämiert VVS mit Elektromobilitätspreis

Gemeinsames Projekt von highQ, VVS, SSB und LHS Stuttgart

Das zentrale Kartenmanagementsystem (zKM) der polygoCard ist vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation mit einem Elektromobilitätspreis ausgezeichnet worden. Das zKM, das vom Softwareunternehmen highQ entwickelt wurde, lag in der Kategorie „Innovation“ vorn. Das Besondere: Mit Hilfe des zKM können bei der Kooperation verschiedener Dienstleister zentrale Services ohne den Aufbau einer gemeinsamen Kundendatenbank realisiert werden. Eingesetzt wird das zKM im Rahmen von polygo, dem multimodalen eTicket-Projekt des VVS. Auf der polygoCard ist nicht nur das Ticket für Busse und Bahnen im VVS gespeichert, die elektronische Chipkarte ist auch ist Schlüssel zu verschiedenen multimodalen Verkehrsangeboten wie Carsharing, Leihfahrräder oder Ladesäulen.

Praktisch für den Kunden: Möchte er seine Karte sperren oder sich eine Ersatzkarte ausstellen lassen, muss er nicht alle polygoCard-Partner informieren, bei denen er seine Karte nutzt. Die Sperrung oder die Ausstellung der Ersatzkarte erfolgt zentral. Das zKM ist so konzipiert, dass es keine gemeinsame Kundendatenbank gibt. „Jeder der Mobilitätspartner hat seine eigene Kundendatenbank, das zKM kennt lediglich die im Umlauf befindlichen polygoCards sowie die mit diesen jeweils genutzten Verkehrsangebote. Die Daten der Kunden werden nicht im zKM gespeichert und bleiben geschützt“, sagte Christophe Fondrier, Geschäftsführer bei highQ. Horst Stammler, VVS-Geschäftsführer, ergänzte: „Über 300.000 Bürger in der Region Stuttgart haben inzwischen eine polygoCard, mit der sie mit dem VVS fahren oder auch Elektroautos oder E-Bikes ausleihen können. Mit der Einführung der polygoCard haben wir einen entscheidenden Schritt gemacht, verschiedene umweltschonende Mobilitätsangebote effizient zu vernetzen.“

Das zKM wurde im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts Stuttgart Services entwickelt, das unter Federführung der Stuttgarter Straßenbahnen AG im „Schaufenster Elektromobilität“ vom Bund gefördert wurde.

Die Preisverleihung fand am 19. Februar 2018 im Zentrum für Virtuelles Engineering am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart statt. Institutsdirektor Walter Ganz verlieh den mit 1.500 Euro dotieren Preis. Die Gewinner spenden den Preis dem Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V..

(pk)