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Pressemitteilung 02.09.2026

Mehr Fahrten im VVS: Bus und Bahn legen zu

183 Millionen Fahrten von Januar bis Juni – Abonnements auf hohem Niveau – TagesTickets werden familienfreundlicher

Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zieht eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2026. Von Januar bis Juni wurden rund 183,1 Millionen Fahrten mit Bus und Bahn unternommen. Das sind rund 2,1 Millionen Fahrten beziehungsweise 1,18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den allgemeinen Zeitkarten stieg die Zahl der Fahrten um 1,98 Prozent, im Ausbildungsverkehr um 0,55 Prozent. Der Gelegenheitsverkehr ging dagegen um 1,78 Prozent zurück.

Mehr als 600.000 Abonnements

Auch die Nachfrage nach Abonnements bleibt auf einem hohen Niveau. Ende Juni 2026 zählte der VVS insgesamt 611.831 Abonnements. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Zahlen um rund 9.000 (+ 1,5 %). Darunter sind rund 286.000 klassische Deutschland-Tickets, 198.000 Abonnements von Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden sowie mehr als 124.000 Firmen-Abos.

Zum Jahreswechsel sank die Zahl der Abonnenten um 4,9 Prozent. Das hängt unter anderem mit der Preisanpassung des Deutschland-Tickets von 58 auf 63 Euro zusammen. Die Abo-Zahlen sind bis Juni von Monat zu Monat wieder gestiegen. Das Dezember-Niveau konnte nicht wieder erreicht werden, der erneute Anstieg spricht aber für die Stärke des Deutschland-Tickets. Die D-Ticket-Familie bleibt eine wichtige Säule für den öffentlichen Nahverkehr.

„Dass wieder mehr Menschen mit Bus und Bahn unterwegs sind, ist ein gutes Signal – trotz der vielen Baustellen und der damit verbundenen Einschränkungen im ersten Halbjahr“, sagt VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian. „Das zeigt, dass der ÖPNV für viele Menschen fest zum Alltag gehört und sich das Deutschland-Ticket großer Beliebtheit erfreut.“

„Eine dauerhaft hohe Nachfrage ist aber kein Selbstläufer. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern ein attraktives Angebot sichern und den Zugang zum ÖPNV so einfach wie möglich machen. In Zeiten angespannter Haushalte ist das zunehmend eine Herausforderung“, ergänzt Geschäftsführerkollege Dr. Jan Neidhardt.

TagesTickets werden familienfreundlicher

Zum 1. September 2026 wurden die VVS-Tarife aufgrund der gestiegenen Kosten bei den Verkehrsunternehmen um durchschnittlich 5,95 Prozent angepasst. Rund 85 Prozent der Fahrten im VVS werden allerdings mit dem Deutschland-Ticket zurückgelegt und sind von der VVS-Tarifanpassung nicht betroffen.

Gleichzeitig wird das TagesTicket attraktiver für Familien: Wer ein EinzelTagesTicket oder StadtTicket kauft, kann künftig bis zu drei Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren kostenlos mitnehmen. Der Preis eines TagesTickets entspricht weiterhin genau dem Preis von zwei EinzelTickets. Damit soll das TagesTicket vor allem für Fahrgäste, die ohne Abo einen ganzen Tag mit Bus und Bahn unterwegs sein möchten, ein attraktives Einstiegsangebot bleiben.

„Gerade Familien wollen wir den Umstieg auf Bus und Bahn erleichtern“, betont Christian. „Mit der kostenlosen Mitnahme von bis zu drei Kindern wird das TagesTicket noch attraktiver. Das gilt auch für das rein digitale 10er-TagesTicket, das nochmal über 20 Prozent günstiger ist. Trotz notwendiger Tarifanpassungen setzen wir damit ganz bewusst einen familienfreundlichen Akzent.“

Einchecken statt Tarifzonen zählen

Auch digital wird der Einstieg in den ÖPNV einfacher. Mit CiCoBW (Check-in/Check-out Baden-Württemberg) können Fahrgäste ohne Tarifkenntnisse und ohne Abo spontan mit Bus und Bahn fahren. In der VVS-App genügt vor Fahrtbeginn ein Wisch zum Einchecken. Nach der Fahrt checken Fahrgäste wieder aus; der passende Fahrpreis wird automatisch ermittelt.

Im Rahmen einer Aktion der SSB zahlen Fahrgäste noch bis 31. Oktober 2026 nie mehr als 63 Euro. Danach sind weitere Fahrten im jeweiligen Monat kostenlos. CiCoBW ist direkt über die Startseite und die Fahrplanauskunft der VVS-App sowie alternativ über den Ticketshop erreichbar.

(jan)
 

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