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Pressemitteilung 10.06.2026

Tarif neu denken: VVS-Tarifsymposium setzt Impulse für die Mobilität von morgen

Branchenvertreter, Politik, Verkehrsunternehmen und Experten diskutieren über einfache, digitale und kundenorientierte Tarifangebote im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart

Wie kann der VVS-Tarif in Zukunft einfacher, verständlicher und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Montag zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Verkehrsunternehmen, Politik, Verbänden und Fachinstitutionen beim VVS-Tarifsymposium in Stuttgart. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des Deutschland-Tickets, die Einordnung in die wirtschaftliche Lage der Region, die Zukunft klassischer Ticketangebote, digitale Tarife und Vertriebslösungen sowie neue Ansätze für attraktive Tarifprodukte und Kooperationen.

An verschiedenen Thementischen diskutierten die rund 70 Teilnehmenden im Kursaal Bad Cannstatt über aktuelle Herausforderungen und entwickelten gemeinsam Ideen für die Weiterentwicklung des Tarifsystems im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Die Ergebnisse sollen in die weiteren strategischen Überlegungen zur Ausgestaltung des VVS-Tarifs einfließen.

Breiter Austausch zu fünf zentralen Zukunftsthemen

Im Rahmen der Veranstaltung wurden insbesondere folgende Fragestellungen diskutiert:

  • Welche Rolle spielen Angebote für Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer trotz Deutschlandticket?
  • Welche Zukunft haben klassische Vorverkaufsprodukte wie Mehrfahrtenkarten und welche Chancen bieten digitale Alternativen?
  • Wie kann die Tarifstruktur vereinfacht werden, ohne Kundennutzen und Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren?
  • Welche Möglichkeiten eröffnen digitale Tarife und moderne Vertriebssysteme?
  • Wie können zusätzliche Erlöse durch neue Ticketangebote und Kooperationen mit Partnern generiert werden?

Die Teilnehmenden brachten dabei ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Regionen und Organisationen ein und diskutierten verschiedene Lösungsansätze für die Anforderungen eines modernen Nahverkehrstarifs. Vor Ort waren verschiedene Vertriebsstationen aufgebaut, um die digitale Verkaufstechnik im Fahrzeug oder einfach mit dem Handy auszuprobieren.

„Das Deutschland-Ticket hat den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig verändert. Gleichzeitig zeigt sich, dass wir auch künftig attraktive Angebote für Gelegenheitsnutzerinnen und Gelegenheitsnutzer brauchen. Das Tarifsymposium hat wertvolle Impulse geliefert, wie ein moderner Tarif einfacher, digitaler und zugleich nah an den Bedürfnissen unserer Fahrgäste gestaltet werden kann“, sagt VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian.

„Die Zukunft des Tarifs können wir nur gemeinsam gestalten. Deshalb war uns der offene Austausch mit Verkehrsunternehmen, Aufgabenträgern, Mitgliedern von kommunalen Gremien, Verbänden und weiteren Fachleuten besonders wichtig. Die Vielfalt der Perspektiven hat gezeigt, wie groß die Bereitschaft ist, gemeinsam an tragfähigen Lösungen für die kommenden Jahre zu arbeiten“, ergänzt VVS-Geschäftsführerkollege Dr. Jan Neidhardt.

Die beim Tarifsymposium erarbeiteten Anregungen werden nun ausgewertet und in die weiteren Überlegungen zur zukünftigen Tarifgestaltung im VVS einbezogen. Ziel bleibt es, den öffentlichen Nahverkehr für bestehende und neue Fahrgäste attraktiv, verständlich und zukunftsfähig zu gestalten.

(nik)

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