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VVS-Lab

Wie können Fahrgäste besser über Schienenersatzverkehre informiert werden?

505 Teilnehmende haben bei unserer Online-Umfrage mitgemacht und uns verraten, welche Informationen ihnen beim Schienenersatzverkehr besonders wichtig sind. Die Ergebnisse zeigen: Es kommt nicht nur darauf an, welche Informationen bereitgestellt werden, sondern auch wann und wo sie die Fahrgäste erreichen.

Wenn statt der S-Bahn Busse fahren, müssen sich Fahrgäste auf veränderte Wege und Fahrtzeiten einstellen. Wie können wir sie dabei mit den richtigen Informationen unterstützen? Dieser Frage sind wir im VVS-Lab nachgegangen.

Von der ersten Information bis zur Fahrt mit dem Ersatzbus

Vom 28. Juli bis zum 9. August 2026 haben wir die Teilnehmenden des VVS-Lab zu ihren Wünschen und Erwartungen rund um den Schienenersatzverkehr befragt. Dabei haben wir die gesamte Fahrt betrachtet: von der ersten Ankündigung über die Orientierung am Bahnhof und den Umstieg in den Ersatzbus bis hin zur regelmäßigen Nutzung. Die Teilnehmenden konnten Informationen und Kommunikationswege bewerten und eigene Anregungen ergänzen. Zusätzlich haben wir die Ergebnisse mit einer Vor-Ort-Befragung aus dem Herbst 2025 verglichen.

Frühzeitig informieren – am besten über mehrere Kanäle

39 Prozent der Befragten wünschen sich eine Information vier Wochen vor Beginn, weitere 24 Prozent zwei Wochen vorher. Besonders wichtig sind dabei der betroffene Streckenabschnitt, der Zeitraum und die S-Bahn-Linie. 95 Prozent erwarten Informationen in der VVS Mobil App. Aber auch Hinweise am Bahnsteig (71 Prozent) und in der S-Bahn (68 Prozent) spielen eine große Rolle. Die Vor-Ort-Befragung zeigt allerdings, dass viele Fahrgäste erstmals direkt am Bahnsteig vom Schienenersatzverkehr erfahren.

Die Erkenntnis: Informationen sollten frühzeitig und über mehrere Kanäle bereitgestellt werden. Digitale Angebote sind wichtig, Informationen direkt am Bahnhof und in den Fahrzeugen bleiben aber unverzichtbar.

Der Weg zum Ersatzbus ist besonders wichtig

Sobald die Fahrt ansteht, verändern sich die Informationsbedürfnisse. Dann geht es vor allem um die praktische Orientierung: Wo finde ich die Ersatzhaltestelle und wann fährt der nächste und übernächste Bus? 85 Prozent finden zusätzliche Beschilderungen hilfreich, 76 Prozent wünschen sich Bodenaufkleber zur Orientierung. 70 Prozent bewerten einen Haltestellenplan als hilfreich.

Die Erkenntnis: Eine klare Wegeleitung und verständliche Lagepläne können den Umstieg erleichtern.

An der Bushaltestelle zählt vor allem die nächste Abfahrt

An der Ersatzhaltestelle, ist die Abfahrtszeit des nächsten Busses die wichtigste Information. 75 Prozent der Befragten ordnen sie unter den drei wichtigsten Angaben ein, gefolgt von der Liniennummer des Ersatzbusses. Auch die Kennzeichnung der Fahrzeuge ist wichtig: Von außen soll sofort erkennbar sein, dass es sich um einen Ersatzbus handelt und welche Linie er bedient. Im Bus möchten die Fahrgäste vor allem wissen, welche Haltestelle als Nächstes kommt und welche weiteren Haltestellen angefahren werden.

Die Erkenntnis: Informationen sollten sich an der jeweiligen Situation orientieren. An der Haltestelle stehen die nächste Abfahrt und die richtige Buslinie im Vordergrund, während der Fahrt die Orientierung entlang der Strecke.

Auch bei regelmäßiger Nutzung bleiben Informationen wichtig

Selbst wer den Schienenersatzverkehr bereits mehrfach genutzt hat, benötigt weiterhin Informationen. Für 71 Prozent ist besonders wichtig, wie häufig die Ersatzbusse fahren. Auch Angaben zu den betroffenen Linien, dem Streckenabschnitt und Beginn und Ende des Schienenersatzverkehrs bleiben relevant.

Was nehmen wir aus der Befragung mit?

Die Ergebnisse zeigen: Gute Fahrgastinformation muss die gesamte Fahrt begleiten. Besonders wichtig sind dabei eine frühzeitige Kommunikation über mehrere Kanäle, eine klare Orientierung am Umsteigepunkt und gut sichtbare Informationen zu Abfahrtszeiten und Buslinien. Auch Barrierefreiheit spielt eine Rolle. Akustische Durchsagen, verständliche Wegbeschreibungen und Informationen zur Zugänglichkeit der Haltestellen können helfen, den Schienenersatzverkehr für möglichst viele Menschen einfacher nutzbar zu machen.

Vielen Dank an alle 505 Teilnehmenden für Ihre Zeit und die vielen wertvollen Anregungen! Mit ihrem Feedback helfen sie uns dabei, die Angebote und Informationen im VVS weiterzuentwickeln.

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