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Abenteuer & Outdoor Stuttgart

Stuttgarter Zahnradbahn

Start der Bahn ist am Marienplatz, sie fährt weiter über den Pfaffenweg und vorbei am Haigst bis nach Degerloch

Moderne Zahnradtriebwagen meistern einen Höhenunterschied zwischen Marienplatz und Degerloch von 205 Metern mit Steigungen bis zu 18 Prozent. Radler nutzen gerne den speziellen Fahrradwagen bei der Bergfahrt.

Auf einen Blick

Adresse

Marienplatz 11
Stuttgart

Eigenschaften der Strecke

2,2 km Länge, 210 Höhenmeter

Route

Start: Marienplatz
Ende: Degerloch

Wegbeschreibung

Als einzige in Deutschland betriebene Zahnradbahn dient sie nicht touristischen Zwecken, sondern dem regulären öffentlichen Personennahverkehr. Die Zacke, wie im Volksmund genannt, gilt als eines der Stuttgarter Wahrzeichen.

Zacke nennen die Stuttgarter ihre Zahnradbahn, die frühere Linie 30 und heutige Linie 10, die auf 2,2 Kilometern Länge zwischen dem Marienplatz im Stuttgarter Süden und dem Luftkurort Degerloch einen Höhenunterschied von 205 Metern mit Steigungen bis zu 18 Prozent überwindet. Nach nur viermonatiger Bauzeit mit Baukosten von 450000 Mark dampften ab dem 23. August 1884 schwere Zahnradloks nach dem Rigi-Vorbild auf die Fildern. Heute sind moderne Zahnradtriebwagen eingesetzt, die wie halbe Stadtbahntriebwagen aussehen und mit Tempo 30 die Steigung überwinden. Als Vorstellwagen haben die Zahnradbahnen einen Beiwagen für Fahrradtransporte bei der Bergfahrt, der besonders an Wochenenden stark frequentiert ist. Die Ausweichstelle der eingleisigen Strecke mit Panoramablick auf den Stuttgarter Talkessel befindet sich an der Wilhelmshöhe. Die Stuttgarter Bahn ist neben der Zugspitzbahn, der Wendelsteinbahn und der Drachenfelsbahn die vierte Zahnradstrecke bundesweit. Die beiden Dampfloks »Stuttgart« und "Degerloch" aus der Gründerzeit konnten bis zu zwei Wagen vor sich herschieben. 1904 wurde auf elektrischen Betrieb umgestellt, dann gab es auch keinen Güterverkehr mehr. 

Im Ersten Weltkrieg wurde der Dampfbetrieb bis 1921 noch aufrecht erhalten. Im elektrischen Betrieb wurden fünf Beiwagen bis 1983 eingesetzt, zwei sind jetzt im Straßenbahnmuseum Zuffenhausen zu besichtigen. Die zweite Serie der elektrischen Triebwagen verkehrte von den 30er-Jahren bis 1982, zum 100-jährigen Jubiläum fuhren auch noch die alten Triebwagen, während die neuen Fahrzeuge damals "Degerloch" und "Heslach" getauft wurden. Der dritte Triebwagen wurde zum 111-jährigen Bestehen der Bahn auf den Namen "Helene2 getauft.
Ende 2002 wurde die Verknüpfung zwischen Stadtbahn und Zahnradbahn am Marienplatz weiter verbessert, in Ausnahmefällen konnte man auch am alten Zahnradbahnhof zusteigen, der heute einerseits als Depot dient, andererseits von einem Theater genutzt wird. Während die alten Triebwagen Tempo 12 erreichten, sind die heutigen Fahrzeuge auf der inzwischen vom Degerlocher Zahnradbahnhof bis zum Albplatz verlängerten Strecke 30 km/h schnell. 

Und weil auch Radfahrer gerne den SSB-Service nutzen, können sie ihren Drahtesel dem speziellen Fahrradwagen anvertrauen. Die Stuttgarter Zacke ist übrigens die einzige Zahnradbahn Deutschlands, die vor allem dem ganz normalen täglichen Berufsverkehr einer Großstadt dient. Von der Fahrzeug-Vorgängergeneration von 1928 bzw. 1898 (Triebwagen und Vorstellwagen) steht ein kompletter Zug im Straßenbahnmuseum Stuttgart-Zuffenhausen.
Fahrradmitnahme täglich ab 5.45 Uhr, nur bergauf, nur durchgehend von Marienplatz bis Degerloch. Sonntags ab 7 Uhr. Im Fahrgastraum des Triebwagens dürfen keine Fahrräder mitgeführt werden. Die Radler verstauen ihren Drahtesel selber auf der Lore und holen sie in Degerloch dort auch wieder ab.

VVS-Tipp

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